Zuletzt aktualisiert am 29. September 2024

Nährstoffmängel und -überschüsse bei Cannabispflanzen: Erkennen und Behandeln

  • Effektive Nährstoffversorgung: Erfahre, wie du die häufigsten Nährstoffmängel und -überschüsse bei Cannabispflanzen erkennst und behebst, um ein optimales Wachstum und gesunde Ernten zu sichern.

  • Nährstoffprobleme vermeiden: Entdecke vorbeugende Maßnahmen und die besten biologischen Methoden, um Nährstoffprobleme bei deinen Cannabispflanzen von Anfang an zu verhindern.

Nährstoffmangel und Überschuss bei Cannabis

Alles, was du über Nährstoffmängel und -überschüsse bei Cannabispflanzen wissen musst

Nährstoffprobleme gehören zu den häufigsten Herausforderungen beim Anbau von Cannabispflanzen. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige über die häufigsten Nährstoffmängel und -überschüsse, die deine Pflanzen betreffen können. Wir erklären, wie du diese Probleme erkennst, zeigen dir passende Beispiele und welche Maßnahmen du ergreifen kannst, um sie zu beheben. Dabei liegt der Fokus auf natürlichen und biologischen Methoden, um die Gesundheit deiner Pflanzen zu fördern und nachhaltige Erträge zu erzielen. Zusätzlich geben wir dir Tipps zur Vorbeugung von Nährstoffproblemen und zeigen dir, wie du biologische Dünger und Ergänzungsmittel effektiv einsetzt.

Einführung in Nährstoffprobleme bei Cannabispflanzen

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Was sind Nährstoffprobleme?

Nährstoffprobleme bei Cannabispflanzen beziehen sich auf Zustände, in denen die Pflanze entweder einen Mangel oder einen Überschuss an wesentlichen Nährstoffen haben. Diese Probleme können sich negativ auf das Wachstum, die Gesundheit und den Ertrag der Pflanzen auswirken. Es gibt verschiedene Arten von Nährstoffen, die für die optimale Entwicklung von Cannabispflanzen notwendig sind, darunter Makronährstoffe (wie Stickstoff, Phosphor und Kalium) und Mikronährstoffe (wie Eisen, Zink und Mangan).

Ein Nährstoffmangel bei Cannabis tritt auf, wenn die Pflanze nicht genügend von einem bestimmten Nährstoff erhält, was zu Wachstumsstörungen, Verfärbungen der Blätter und einer verminderten Blütenproduktion führen kann. Ein Nährstoffüberschuss hingegen entsteht, wenn die Pflanze zu viel von einem bestimmten Nährstoff bekommt, was ebenfalls schädliche Auswirkungen haben kann, wie zum Beispiel eine Toxizität und eine Blockade der Aufnahme anderer wichtiger Nährstoffe, was wiederum zu einem Mangel eines bestimmten Nährstoffes führen kann.

Warum ist es wichtig sie zu kennen?

Nährstoffprobleme sind entscheidend, weil sie direkt die Gesundheit und Produktivität deiner Cannabispflanzen beeinflussen. Ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis ist unerlässlich für:

  1. Optimales Wachstum: Die richtigen Nährstoffe in den richtigen Mengen fördern das vegetative Wachstum und die Blütenbildung. Stickstoff ist zum Beispiel essentiell für das Blattwachstum, während Phosphor für die Wurzelentwicklung und Blütenproduktion notwendig ist.
  2. Ertragsmenge und -qualität: Gesunde Pflanzen mit optimaler Nährstoffversorgung produzieren größere und qualitativ hochwertigere Blüten. Ein Mangel oder Überschuss kann zu kleineren Blüten, geringerer Potenz und schlechterem Geschmack führen.
  3. Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge: Pflanzen, die gut mit Nährstoffen versorgt sind, sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlingsbefall. Kalium zum Beispiel stärkt die Zellwände der Pflanzen und verbessert ihre allgemeine Gesundheit.
  4. Effizienz im Anbau: Ein effektives Management der Nährstoffversorgung spart Zeit und Kosten. Durch das Vermeiden von Nährstoffproblemen können Grower sicherstellen, dass ihre Pflanzen die maximal mögliche Ernte einbringen, ohne dass teure Korrekturmaßnahmen notwendig sind.

Makro- vs. Mikronährstoffe

Die Nährstoffversorgung ist entscheidend für das gesunde Wachstum von Cannabispflanzen. Dabei ist es wichtig, den Unterschied zwischen Makro- und Mikronährstoffen zu verstehen, da beide Gruppen unterschiedliche Rollen im Pflanzenwachstum spielen. In diesem Abschnitt werden die Definitionen, Unterschiede und die Bedeutung dieser Nährstoffe zusammengefasst.

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Definition und Unterschiede

Makronährstoffe sind die Hauptnährstoffe, die Cannabispflanzen in größeren Mengen benötigen. Dazu gehören Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Calcium (Ca), Magnesium (Mg) und Schwefel (S). Diese Nährstoffe sind entscheidend für grundlegende Wachstumsprozesse wie die Zellbildung, Energieübertragung und die Regulation des Wasserhaushalts.

Mikronährstoffe hingegen werden in viel geringeren Mengen benötigt, sind aber dennoch essenziell für spezifische biochemische Reaktionen. Dazu zählen Eisen (Fe), Mangan (Mn), Zink (Zn), Bor (B), Kupfer (Cu), Molybdän (Mo) und Chlor (Cl). Diese Nährstoffe unterstützen Prozesse wie die Chlorophyllsynthese, Enzymaktivität und Zellstruktur.

Bedeutung für das Pflanzenwachstum

Makronährstoffe:

  • Stickstoff (N): Zentral für das vegetative Wachstum, insbesondere für die Bildung von Blättern und Stängeln.
  • Phosphor (P): Wichtig für die Wurzelentwicklung und Blütenbildung.
  • Kalium (K): Unterstützt die Photosynthese und erhöht die Krankheitsresistenz.
  • Calcium (Ca): Stärkt die Zellwände und fördert die Wurzelbildung.
  • Magnesium (Mg): Essenziell für die Chlorophyllproduktion und Photosynthese.
  • Schwefel (S): Wichtig für die Bildung von Aminosäuren und Proteinen.

Mikronährstoffe:

  • Eisen (Fe): Unverzichtbar für die Chlorophyllproduktion.
  • Mangan (Mn): Unterstützt die Photosynthese und die Zellteilung.
  • Zink (Zn): Beteiligt an der Chlorophyllbildung und der Enzymfunktion.
  • Bor (B): Spielt eine Rolle bei der Zellwandbildung und Pollenentwicklung.
  • Kupfer (Cu): Wichtig für die Photosynthese und den Eisenstoffwechsel.
  • Molybdän (Mo): Beteiligt an der Stickstofffixierung.
  • Chlor (Cl): Essenziell für die Regulation des Wasserhaushalts in der Pflanze.

Ein ausgewogenes Verhältnis dieser Nährstoffe ist entscheidend für das optimale Wachstum und die Gesundheit von Cannabispflanzen. Die richtige Nährstoffversorgung fördert die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten und Stress und sorgt für eine ertragreiche Ernte.

Mobile vs. Immobile Nährstoffe

Nährstoffe in Cannabispflanzen lassen sich in mobile und immobile Kategorien einteilen. Diese Unterscheidung ist entscheidend, um Nährstoffmängel und -überschüsse richtig zu erkennen und zu behandeln. In diesem Abschnitt zeigen wir, was mobile und immobile Nährstoffe sind, welche Beispiele es gibt und welche Auswirkungen ihre Mobilität auf Mängel und Überschüsse hat.

Erklärung und Beispiele

Mobile Nährstoffe:

Mobile Nährstoffe können innerhalb der Pflanze von älteren zu jüngeren Teilen transportiert werden. Wenn ein Mangel auftritt, werden diese Nährstoffe von älteren Blättern abgezogen und zu neuen Wachstumsbereichen transportiert. Dies führt zu ersten Anzeichen eines Mangels an den älteren Blättern.

Beispiele: Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Magnesium (Mg), Zink (Zn), Molybdän (Mo)

Immobile Nährstoffe:

Immobile Nährstoffe können innerhalb der Pflanze nicht so leicht verlagert werden. Wenn ein Mangel auftritt, sind die Symptome zuerst an den jüngeren Blättern und neuen Wachstumsbereichen sichtbar, da diese Nährstoffe dort benötigt werden, aber nicht von älteren Blättern zu diesen Teilen transportiert werden können.

Beispiele: Calcium (Ca), Schwefel (S), Eisen (Fe), Bor (B), Kupfer (Cu), Mangan (Mn)

Auswirkungen auf Mängel und Überschüsse

Mängel:

Mobile Nährstoffe: Ein Mangel an mobilen Nährstoffen zeigt sich zuerst an den älteren Blättern. Diese Blätter können vergilben, braun werden oder abfallen, während die Pflanze versucht, Nährstoffe zu den neuen, wachsenden Teilen zu transportieren. Zum Beispiel verursacht Stickstoffmangel gelbe Blätter im unteren Bereich der Pflanze, da Stickstoff zu den neuen Wachstumsbereichen transportiert wird.

Immobile Nährstoffe: Ein Mangel an immoblen Nährstoffen tritt zuerst an den neuen Blättern und Trieben auf. Diese Blätter können deformiert sein, gelb gefärbt oder von außen nach innen trocknen, da die Pflanze nicht in der Lage ist, die benötigten Nährstoffe aus älteren Blättern zu verlagern. Calciummangel beispielsweise führt zu Verformungen und Verkümmerungen der neuen Blätter.

Überschüsse:

Mobile Nährstoffe: Ein Überschuss an mobilen Nährstoffen kann ebenfalls ältere Blätter betreffen, da die Pflanze versucht, den Überschuss auszugleichen und die Verteilung innerhalb der Pflanze zu regulieren. Zum Beispiel kann ein Kaliumüberschuss die Aufnahme von Magnesium und Kalzium blockieren, was zu Mängeln dieser Nährstoffe führt, obwohl sie im Boden vorhanden sind.

Immobile Nährstoffe: Ein Überschuss an immobilen Nährstoffen zeigt sich direkt in den Bereichen, wo diese Nährstoffe aufgenommen werden. Dies kann zu toxischen Konzentrationen führen, die sofortige Schäden an den neuen Wachstumsbereichen verursachen. Ein Überschuss an Bor kann zum Beispiel zu Nekrosen und Verbräunungen der Blattspitzen führen.

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Der Einfluss des pH-Werts

Der pH-Wert des Bodens oder des Anbaumediums spielt eine wichtige Rolle bei der Nährstoffaufnahme von Cannabispflanzen. Nachfolgend erklären wir die Bedeutung des pH-Werts für die Nährstoffaufnahme und welche pH-Werte für Cannabis am besten geeignet sind.

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Bedeutung des pH-Werts für Nährstoffaufnahme

Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch etwas ist. Er reicht von 0 bis 14, wobei 7 neutral ist. Werte unter 7 werden als sauer und Werte über 7 als basisch definiert. Der pH-Wert des Bodens oder Anbaumediums beeinflusst die Verfügbarkeit von Nährstoffen und ihre Aufnahme durch die Wurzeln.

Saurer Boden (pH < 6): Einige Nährstoffe wie Eisen und Mangan sind bei niedrigeren pH-Werten besser verfügbar. Allerdings können wichtige Makronährstoffe wie Phosphor und Kalzium in sauren Böden weniger verfügbar sein, was zu Mängeln führen kann.

Basischer Boden (pH > 7): In basischen Bedingungen sind Makronährstoffe wie Phosphor und Kalzium eher verfügbar. Dennoch können Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan und Zink weniger verfügbar sein, was zu Mängeln führen kann.

Ein falsch eingestellter pH-Wert kann dazu führen, dass Nährstoffe entweder blockiert werden oder in toxischen Mengen vorhanden sind. Dies kann Mängel oder Überschüsse verursachen, selbst wenn die Nährstoffe im Boden vorhanden sind. Daher ist die Überwachung und Anpassung des pH-Werts entscheidend für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Optimale pH-Werte für Cannabis

Cannabispflanzen gedeihen am besten in leicht sauren bis neutralen Bedingungen. Der optimale pH-Wert variiert je nach Anbaumedium:

Erde: Für den Anbau in Erde* liegt der ideale pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. In diesem Bereich sind die meisten Nährstoffe gut verfügbar und die Pflanzen können sie effizient aufnehmen.

Hydroponik und Kokosfasern: Beim Anbau in hydroponischen Systemen* oder in Kokosfasern* liegt der optimale pH-Wert etwas niedriger, zwischen 5,5 und 6,5. Dies gewährleistet eine maximale Verfügbarkeit der Nährstoffe in diesen Anbausystemen.

Überwachung und Anpassung des pH-Werts:

  1. pH-Testkits: Regelmäßige Tests des pH-Werts des Bodens oder der Nährlösung (Dünger + Gießwasser) sind wichtig. pH-Testkits* sind günstig und einfach zu bedienen- sind jedoch nicht so genau.
  2. pH-Meter: Ein digitales pH-Meter* bietet genauere Messungen und ist eine gute Investition für ernsthafte Grower. Denk bei diesen daran auch eine Säuberungs- und Eichlösung zu kaufen, um das Gerät langfristig nutzen zu können.
  3. pH-Anpassungsmittel: Es gibt verschiedene Produkte, um den pH-Wert zu erhöhen (z.B. Kalk, pH-Up-Lösungen*) oder zu senken (z.B. Zitronensäure, pH-Down-Lösungen*).

Ein stabiler pH-Wert innerhalb des optimalen Bereichs hilft, die Gesundheit der Cannabispflanzen zu gewährleisten, Mängel zu vermeiden und das Wachstum sowie die Blütephase zu optimieren. Indem man den pH-Wert regelmäßig überprüft und anpasst, kann man sicherstellen, dass die Pflanzen alle notwendigen Nährstoffe effizient aufnehmen können.

Die häufigsten Nährstoffmängel und -überschüsse

In diesem Kapitel gehen wir detailliert auf die häufigsten Nährstoffmängel und -überschüsse bei Cannabispflanzen ein. Du erfährst, wie du diese erkennst und welche Maßnahmen du ergreifen kannst, um sie zu behandeln.

Stickstoff (N)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Die unteren Blätter beginnen sich gelb zu verfärben und sterben schließlich ab. Diese Gelbfärbung schreitet von den älteren Blättern zu den jüngeren fort. Die Pflanze zeigt insgesamt ein langsames Wachstum und wirkt schwach und blass. Blüten und neue Triebe entwickeln sich nur spärlich.

Behandlung: Verwende einen stickstoffreichen Dünger*, um den Mangel zu beheben. Eine schnelle Lösung bietet auch das Besprühen der Blätter mit einem stickstoffhaltigen Blattdünger*. Achte darauf, den pH-Wert im Bereich von 6.0-7.0 (Boden) oder 5.5-6.5 (Hydroponik) zu halten, um die Stickstoffaufnahme zu optimieren.

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Die Blätter werden dunkelgrün und glänzend. Die Spitzen der Blätter rollen sich nach unten und sehen wie Adlerklauen aus. Das Wachstum der Pflanze verlangsamt sich, und sie ist anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Behandlung: Spüle das Substrat gründlich mit klarem Wasser, um überschüssigen Stickstoff auszuwaschen. Verwende danach einen ausgewogenen Dünger*. Halte den pH-Wert im optimalen Bereich, um die Aufnahme anderer Nährstoffe nicht zu beeinträchtigen.

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Phosphor (P)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Die Blätter zeigen oft eine dunkelgrüne bis bläulich-grüne Verfärbung, besonders die älteren Blätter. Blattstiele und Stängel können sich violett verfärben. Die Pflanzen zeigen ein langsames Wachstum, und die Blätter können sich nach oben einrollen. Nekrotische Flecken (dunkelrote Flecken) und verbrannte Ränder treten häufig auf.

Behandlung: Nutze einen phosphorreichen Dünger*. Falls du eine Düngepalette nutzt wie z.B. von BioBizz enthält der Blütedünger am meisten Phosphor. Achte auf den richtigen pH-Wert (6.2-7.0 für Erde und 5.8-6.5 für Hydroponik), da ein zu niedriger pH-Wert die Phosphoraufnahme blockieren kann. Die Verwendung von Knochenmehl oder Fischmehl kann ebenfalls helfen, Phosphor bereitzustellen.

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Ein Phosphorüberschuss kann die Aufnahme anderer Nährstoffe wie Zink, Eisen und Calcium blockieren. Dies kann zu Mängeln dieser Nährstoffe führen, was sich in gelben und braunen Flecken auf den Blättern äußert.

Behandlung: Spüle das Substrat gründlich mit Wasser, um den Phosphorüberschuss zu reduzieren. Verwende danach einen ausgewogenen Dünger und überprüfe regelmäßig den pH-Wert.

Kalium (K)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Die Blattränder und Spitzen der älteren Blätter beginnen sich zu verfärben und nekrotische Flecken (dunkelrote/braune Flecken) zu entwickeln. Die Blätter können sich kräuseln und braun werden. Die Pflanzen wirken schwach und zeigen ein langsames Wachstum. Da Kalium eine wichtige Rolle in der Blütenbildung spielt, entstehen Mängel meistens in der Blütephase.

Behandlung: Um Kaliummangel zu beheben, sollte ein kaliumreicher Dünger* verwendet werden. Geeignete Düngemittel enthalten oft Kaliumsulfat oder Kaliumnitrat. Es ist wichtig, den pH-Wert des Substrats zwischen 6,0 und 7,0 zu halten, um die optimale Aufnahme von Kalium zu gewährleisten. Zusätzlich kann eine Blattdüngung mit einem kaliumhaltigen Präparat schnell Abhilfe schaffen. Beachte: Kaliummangel kann außerdem durch einen CalMag-Überschuss und eine daraus entstehende Nährstoffblockade hervorgerufen werden.

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Verbrennungen an den Blattspitzen und -rändern sind typisch. Ein Kaliumüberschuss kann die Aufnahme von Magnesium, Kalzium und anderen Nährstoffen beeinträchtigen.

Behandlung: Um einen Kaliumüberschuss zu korrigieren, sollte das Substrat gründlich mit Wasser gespült werden, um überschüssiges Kalium auszuwaschen. Danach sollte die Pflanze mit einem ausgewogenen Dünger versorgt werden, um sicherzustellen, dass sie alle notwendigen Nährstoffe in den richtigen Mengen erhält.

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Calcium (Ca)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Wachstumsstörungen treten häufig zuerst an den neuen Blättern auf. Typische Anzeichen sind rostige runde Flecken, die der Rostfleckenkrankheit sehr ähneln. Besonders unter LED-Lampen ist der Calciummangel ein wichtiges Thema geworden. Die Blattränder können sich kräuseln und Nekrosen entwickeln. Stiele und Stängel können schwach und brüchig werden. Die Flecken beginnen meistens in der Blattmitte.

Behandlung: Calcium sollte regelmäßig zugeführt werden, da es sich im Boden nicht leicht bewegt. Verwende eine Calcium/Magnesium-Mischung* und füge diese immer oder nach Bedarf deinem Gießwasser hinzu. Achte auf einen pH-Wert von 6.2-7.0 (Boden) oder 5.5-6.5 (Hydroponik).

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Ein Überschuss kann die Aufnahme anderer Nährstoffe wie Magnesium und Kalium blockieren. Weiße Flecken auf den Blättern und ein verzögertes Wachstum sind typisch.

Behandlung: Spüle das Substrat gründlich mit Wasser und verwende einen ausgewogenen Dünger. Überprüfe regelmäßig den pH-Wert, um die Nährstoffaufnahme zu optimieren.

Magnesium (Mg)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Die unteren Blätter verfärben sich zwischen den Adern gelb, während die Adern grün bleiben (intervenale Chlorose). Im späten Stadium können braune, nekrotische Flecken auftreten, und die Blätter können sich kräuseln.

Behandlung: Verwende auch hier eine Calcium/Magnesium-Mischung* oder Epsom-Salze* (Magnesiumsulfat). Eine Blattdüngung mit einem magnesiumhaltigen Präparat kann ebenfalls schnelle Ergebnisse liefern. Es ist wichtig, den pH-Wert des Bodens oder des Gießwassers zwischen 6,0 und 6,5 zu halten, um die Magnesiumaufnahme zu gewährleisten.

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Dunkelgrüne Blätter und eine Beeinträchtigung der Calciumaufnahme. Salzbildung auf der Bodenoberfläche kann ebenfalls ein Anzeichen sein.

Behandlung: Bei einem Magnesiumüberschuss sollte das Substrat gründlich gespült werden, um überschüssiges Magnesium zu entfernen. Danach ist es wichtig, die Pflanze mit einem ausgewogenen Dünger zu versorgen, der alle notwendigen Nährstoffe in den richtigen Mengen enthält, um das Nährstoffgleichgewicht wiederherzustellen.

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Schwefel (S)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Gelbfärbung der jungen Blätter und violette Blattstiele. Die Pflanze zeigt ein langsames Wachstum, und die Blätter können sich nach oben kräuseln.

Behandlung: Verwende einen schwefelhaltigen Dünger*. Epsom-Salze* können ebenfalls hilfreich sein, um Schwefel bereitzustellen.

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Gelbfärbung und Nekrose der Blätter. Blattränder können verbrannt aussehen.

Behandlung: Spüle das Substrat gründlich mit Wasser und verwende danach einen ausgewogenen Dünger. Überprüfe regelmäßig den pH-Wert, um die Nährstoffaufnahme zu optimieren.

Eisen (Fe)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Gelbfärbung und braune Flecken der neuen Blätter mit grünen Blattadern. Die Blätter verkümmern und zeigen ein langsames Wachstum.

Behandlung: Um Eisenmangel zu beheben, empfiehlt sich die Verwendung eines eisenhaltigen Dünger* oder eines Chelat-Eisen-Präparats*, das leicht aufgenommen werden kann. Es ist auch hilfreich, eine Mischung aus Eisen, Zink und Mangan zu verwenden, da diese Mängel oft gemeinsam auftreten.

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Ein Überschuss an Eisen führt zu braunen oder bronzefarbenen Flecken auf den Blättern, die letztlich nekrotisch werden können. Dies kann auch die Aufnahme anderer Nährstoffe, wie Phosphor und Mangan, beeinträchtigen.

Behandlung: Bei einem Eisenüberschuss ist es ratsam, das Substrat gründlich mit Wasser zu spülen, um überschüssiges Eisen auszuwaschen. Anschließend sollte man einen ausgewogenen Dünger* verwenden, um das Gleichgewicht der Nährstoffe wiederherzustellen und die Pflanze zu stabilisieren.

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Zink (Zn)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Zinkmangel zeigt sich durch gestörtes Wachstum, kleine und verdrehte neue Blätter sowie internervale Chlorose. Die Blattränder verfärben sich und sterben ab.

Behandlung: Es kann schwierig sein, gezielt Zink zu ergänzen, da es als Mikronährstoff nur in sehr geringen Mengen benötigt wird. Statt reiner Zinkpräparate empfehlen wir daher die Verwendung von Algenextrakten wie Alg-A-Mic von BioBizz* oder anderen natürlichen Quellen, die neben Zink auch weitere nützliche Spurenelemente enthalten. Diese Präparate sind schonend für die Pflanze und eignen sich hervorragend zur Behebung von Nährstoffdefiziten.

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Chlorose und Nekrose der Blätter. Ein Zinküberschuss kann die Aufnahme von Eisen beeinträchtigen.

Behandlung: Um Zinküberschuss zu behandeln, ist eine gründliche Spülung des Substrats erforderlich. Danach sollte man auf einen ausgewogenen Nährstoffplan umstellen, um sicherzustellen, dass alle Mikro- und Makronährstoffe in den richtigen Verhältnissen vorhanden sind.

Mangan (Mn)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Chlorose (Verfärbung der Blätter) tritt zunächst bei den jüngeren Blättern auf, wobei die Blattadern grün bleiben und die Zwischenräume gelb werden. Mit der Zeit können sich braune, nekrotische Flecken entwickeln. Die Pflanzen zeigen insgesamt ein langsames Wachstum und eine schwächere Struktur.

Behandlung: Ähnlich wie bei Zink ist es schwierig, gezielt Mangan zu ergänzen, da es ebenfalls ein Mikronährstoff ist, der nur in sehr geringen Mengen benötigt wird. Statt reiner Manganzusätze empfiehlt sich auch hier die Verwendung von natürlichen Präparaten wie Algenextrakten* oder Gesteinsmehl, die neben Mangan auch andere wichtige Spurenelemente liefern. Darüber hinaus ist es wichtig, den pH-Wert im optimalen Bereich von 6.0-7.0 (Boden) oder 5.5-6.5 (Hydroponik) zu halten, um sicherzustellen, dass Mangan richtig aufgenommen werden kann.

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Dunkelbraune oder schwarze Flecken auf den Blättern. Ein Manganüberschuss kann die Aufnahme von Eisen, Magnesium und Kalzium blockieren, was sekundäre Mängel verursacht.

Behandlung: Spüle das Substrat gründlich mit Wasser, um überschüssiges Mangan auszuwaschen. Verwende danach einen ausgewogenen Dünger und überprüfe regelmäßig den pH-Wert, um sicherzustellen, dass die Nährstoffaufnahme im Gleichgewicht bleibt.

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Bor (B)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Die neuen Triebe und Blätter zeigen Wachstumsstörungen und Verformungen. Die Spitzen der Blätter können verdicken und gelb werden. Wurzeln entwickeln sich unregelmäßig und können sich braun verfärben.

Behandlung: Da Bor ein weiterer Mikronährstoff ist, der in geringen Mengen benötigt wird, ist eine gezielte Ergänzung schwierig und kann bei Überdosierung leicht zu Schäden führen. Statt Borsäure oder synthetischen borhaltigen Düngern empfehlen sich natürliche Alternativen wie Algenextrakte*, Gesteinsmehl oder Wurmhumus.

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Gelbfärbung und Nekrose der Blattspitzen und -ränder. Ein Borüberschuss kann toxisch für die Pflanze sein und zu Wachstumsstörungen führen.

Behandlung: Eine gründliche Spülung des Substrats mit Wasser entfernt überschüssiges Bor. Eine ausgewogene Düngung nach der Spülung hilft der Pflanze, sich zu erholen und gesund weiterzuwachsen.

Molybdän (Mo)

Mangel: Symptome und Behandlung

Symptome: Zuerst verfärben sich die älteren Blätter gelb und zeigen Anzeichen von Chlorose. Die Blattränder können sich nach innen einrollen. Bei schwerem Mangel treten Wachstumsstörungen auf, und neue Blätter erscheinen deformiert und verkümmert.

Behandlung: Da Molybdän ebenfalls nur in sehr geringen Mengen benötigt wird, sollte man bei der Behandlung eines Mangels besonders vorsichtig sein, um Überdosierungen zu vermeiden. Statt synthetischer Molybdänpräparate gibt es auch natürliche und schonendere Alternativen, die für Privatpersonen einfacher zu handhaben sind. Empfehlungen sind hier Komposttee* oder Wurmkompost*.

Überschuss: Symptome und Behandlung

Symptome: Ein Molybdänüberschuss ist selten, aber er kann zu Eisen- und Kupfermangel führen. Die Blätter können eine bräunliche Färbung annehmen und sich nekrotisch entwickeln.

Behandlung: Spüle das Substrat gründlich mit Wasser und stelle auf eine ausgewogene Düngung um, um sicherzustellen, dass die Pflanze alle benötigten Nährstoffe in den richtigen Mengen erhält.

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Nährstoffprobleme verhindern und beheben

Cannabispflanzen benötigen eine sorgfältige Pflege und Überwachung, um gesund zu bleiben und optimale Erträge zu liefern. Nährstoffprobleme können das Wachstum und die Blüte erheblich beeinträchtigen, daher ist es wichtig, sie zu verhindern und bei Bedarf schnell zu beheben.

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Vorbeugende Maßnahmen

Eine richtige Prävention ist der Schlüssel zur Vermeidung von Nährstoffproblemen bei Cannabispflanzen. Hier sind einige bewährte Strategien, um sicherzustellen, dass deine Pflanzen die notwendigen Nährstoffe in den richtigen Mengen erhalten:

  • Qualitatives Substrat: Verwende ein hochwertiges Substrat*, das gut durchlüftet ist und eine ausgewogene Nährstoffmischung enthält. Ein gutes Substrat fördert die Wurzelentwicklung und ermöglicht eine effiziente Nährstoffaufnahme.
  • Richtiger pH-Wert: Überprüfe regelmäßig den pH-Wert deines Substrats und des Gießwassers. Ein optimaler pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,0. Abweichungen können die Aufnahme bestimmter Nährstoffe blockieren und zu Mangelerscheinungen führen.
  • Ausgewogener Dünger: Verwende einen ausgewogenen Dünger*, der alle notwendigen Makro- und Mikronährstoffe in den richtigen Mengen enthält. Beachte die Anweisungen des Herstellers zur Dosierung und Anwendungshäufigkeit.
  • Regelmäßige Inspektionen: Überprüfe deine Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Nährstoffproblemen, Schädlingen und Krankheiten. Die frühe Erkennung ermöglicht eine schnelle Reaktion und verhindert größere Schäden.

Erste Schritte bei Mangelerscheinungen

Wenn du erste Anzeichen von Nährstoffmangel bei deinen Cannabispflanzen bemerkst, ist es wichtig, schnell zu handeln, um die Gesundheit der Pflanzen wiederherzustellen. Hier sind die ersten Schritte, die du unternehmen solltest:

  • Identifikation des Mangels: Bestimme den genauen Nährstoffmangel anhand der Symptome, die deine Pflanzen zeigen. Achte auf Veränderungen in der Blattfarbe, -form und -textur.
  • pH-Wert überprüfen: Stelle sicher, dass der pH-Wert des Substrats und des Gießwassers im optimalen Bereich liegt. Ein falscher pH-Wert kann die Aufnahme bestimmter Nährstoffe behindern.
  • Gezielte Düngung: Verwende einen spezifischen Dünger oder Ergänzungsmittel, das den fehlenden Nährstoff enthält. Achte darauf, die Dosierung nicht zu überschreiten, um keine weiteren Probleme zu verursachen.
  • Substrat spülen: Bei Verdacht auf eine Nährstoffblockade oder bei Überschussproblemen kann es hilfreich sein, das Substrat gründlich zu spülen, um überschüssige Salze und Nährstoffe auszuwaschen.

Durch die Kombination dieser vorbeugenden Maßnahmen, schnellen Reaktionen bei Mangelerscheinungen und der richtigen Verwendung von Düngemitteln und Ergänzungsmitteln kannst du die Gesundheit deiner Cannabispflanzen sicherstellen und optimale Erträge erzielen.

Biologischer Anbau und Nährstoffversorgung

Der biologische Anbau von Cannabispflanzen erfreut sich zunehmender Beliebtheit unter Growern, die Wert auf ein natürliches Produkt legen. In diesem Kapitel erfährst du, welche Vorteile der biologische Anbau bietet und wie du biologische Dünger effektiv einsetzen kannst, um deine Cannabispflanzen optimal zu versorgen.

Vorteile des biologischen Anbaus

Der biologische Anbau von Cannabis bietet eine Reihe von Vorteilen, die sowohl die Pflanzengesundheit als auch die Umwelt betreffen:

  • Nachhaltigkeit: Biologischer Anbau fördert die Erhaltung der natürlichen Ressourcen und reduziert die Umweltbelastung durch den Verzicht auf synthetische Chemikalien und Pestizide. Dies trägt zur langfristigen Gesundheit des Bodens und der Ökosysteme bei.
  • Bodenfruchtbarkeit: Durch die Verwendung organischer Materialien und Methoden wird die Bodenfruchtbarkeit verbessert. Biologische Dünger und Komposte fördern das Bodenleben und unterstützen die Bildung von Humus, was die Nährstoffverfügbarkeit für die Pflanzen erhöht.
  • Gesundheit der Pflanzen: Biologisch angebaute Pflanzen sind oft widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Ein gesundes Bodenökosystem stärkt das Wurzelsystem und unterstützt das allgemeine Wohlbefinden der Pflanzen.
  • Qualität der Ernte: Cannabis, das biologisch angebaut wird, hat oft einen besseren Geschmack und ein stärkeres Aroma. Dies ist auf die natürliche Reifung und die ausgewogene Nährstoffversorgung zurückzuführen, die die Entwicklung von Terpenen und anderen sekundären Pflanzenstoffen fördert.
  • Sicherheit und Reinheit: Biologisch angebautes Cannabis ist frei von Rückständen synthetischer Pestizide und Düngemittel. Dies ist besonders wichtig für medizinische Anwender, die auf reine und natürliche Produkte angewiesen sind. Aber unserer Meinung nach sollte das für jeden eine hohe Priorität haben.

Biologische Dünger und ihre Anwendung

Biologische Dünger sind essenziell für den Erfolg im biologischen Cannabisanbau. Sie liefern die notwendigen Nährstoffe auf natürliche Weise und unterstützen die Bodenökologie. Hier sind einige gängige biologische Dünger, unsere Empfehlungen für Fertigdünger und Tipps zu ihrer Anwendung:

  • BioBizz Flüssigdünger: Das Biobizz Starters Pack* enthält alle wichtigen Biobizz Dünger und bietet einen idealen Einstieg in den Indooranbau. Wenn du Wert auf organische und natürliche Düngung legst, führt an Biobizz kein Weg vorbei. Das Set beinhaltet Bio-Grow, Bio-Bloom, TopMax, RootJuice und BioHeaven. Diese Produkte versorgen deine Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen und fördern ein kräftiges Wachstum und eine üppige Blütenbildung.
  • BioTabs Düngertabletten: BioTabs bietet eine einfache Methode für 100% organischen Anbau. Das Starter Pack* enthält alle notwendigen Nährstoffe und Bodenverbesserungsmittel. Die Anwendung ist unkompliziert: Das Substrat wird mit den BioTabs-Produkten vorbereitet und bei jedem Umtopfen erneut verwendet. Du musst nur noch Wasser hinzufügen, um größere organische Erträge zu erzielen.
  • Kompost: Kompost ist ein vielseitiger und reichhaltiger organischer Dünger. Er verbessert die Bodenstruktur, fördert das Bodenleben und liefert eine Vielzahl von Nährstoffen. Kompost kann vor dem Pflanzen in den Boden eingearbeitet oder als Mulch um die Pflanzen herum aufgetragen werden.
  • Wurmkompost (Wurmhumus): Wurmkompost ist besonders reich an Mikroorganismen und Nährstoffen. Er verbessert die Bodenfruchtbarkeit und die Nährstoffaufnahme der Pflanzen. Wurmhumus kann in das Pflanzloch gegeben oder als Top-Dressing auf die Bodenoberfläche aufgetragen werden.
  • Komposttee: Komposttee ist ein flüssiger Dünger, der durch das Aufbrühen von Kompost in Wasser hergestellt wird. Er enthält nützliche Mikroorganismen und Nährstoffe und kann als Blattdünger oder zur Bodenbewässerung verwendet werden. Komposttee sollte frisch verwendet werden, um die beste Wirkung zu erzielen.
  • Knochenmehl: Knochenmehl ist eine hervorragende Quelle für Phosphor und Kalzium. Es unterstützt die Wurzelbildung und die Blütenentwicklung. Knochenmehl sollte vor dem Pflanzen in den Boden eingearbeitet werden.

Durch den Einsatz dieser biologischen Dünger und Methoden kannst du sicherstellen, dass deine Cannabispflanzen gesund wachsen und reichlich Erträge liefern. Biologischer Anbau erfordert Geduld und Sorgfalt, aber die Ergebnisse sind es wert – sowohl für die Qualität deiner Pflanzen als auch für die Umwelt.

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FAQ – Deine Fragen, unsere Antworten

Was sind die häufigsten Anzeichen für Nährstoffmängel bei Cannabispflanzen?2024-06-21T19:31:25+02:00

Die häufigsten Anzeichen für Nährstoffmängel bei Cannabispflanzen umfassen vergilbte oder verfärbte Blätter, langsames oder gestopptes Wachstum, braune oder nekrotische Flecken auf den Blättern, eingerollte oder deformierte Blätter und insgesamt kränklich aussehende Pflanzen. Jede Art von Nährstoffmangel zeigt spezifische Symptome: Stickstoffmangel führt zu Gelbfärbung der unteren Blätter, während Magnesiummangel gelbe Flecken zwischen den Blattadern verursacht. Schau dir unsere detaillierte Übersicht an, um einen besseren Einblick zu bekommen.

Wie unterscheide ich zwischen einem Nährstoffmangel und einem Nährstoffüberschuss?2024-06-21T19:32:09+02:00

Ein Nährstoffmangel zeigt sich meist durch blasse oder gelbe Blätter, verlangsamtes Wachstum und allgemeine Schwäche der Pflanze. Ein Nährstoffüberschuss hingegen führt oft zu verbrannten Blattspitzen, dunkelgrünen und glänzenden Blättern oder zu einer Anhäufung von Salzen im Boden, die die Nährstoffaufnahme weiter behindern. Überschüsse können auch zu Verkrüppelungen oder Verformungen der Blätter führen. Die genaue Diagnose erfordert eine genaue Beobachtung der Symptome und oft auch eine Überprüfung des pH-Werts und der Nährstofflösungen.

Wie beeinflusst der pH-Wert die Nährstoffaufnahme meiner Pflanzen?2024-06-21T19:32:38+02:00

Der pH-Wert des Bodens oder der Nährlösung hat einen großen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Nährstoffen für die Pflanze. Ein zu niedriger (saurer) oder zu hoher (basischer) pH-Wert kann die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen blockieren, auch wenn diese im Boden oder der Lösung vorhanden sind. Für Cannabis liegt der optimale pH-Wert im Boden bei 6,0 bis 7,0 und in hydroponischen Systemen bei 5,5 bis 6,5. Ein gut regulierter pH-Wert stellt sicher, dass alle notwendigen Nährstoffe verfügbar sind und von der Pflanze aufgenommen werden können.

Welche Nährstoffe sind für Cannabispflanzen am wichtigsten?2024-06-21T19:33:14+02:00

Cannabispflanzen benötigen eine Vielzahl von Nährstoffen, die in Makro- und Mikronährstoffe unterteilt werden. Die wichtigsten Makronährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), die für das grundlegende Wachstum, die Blütenbildung und die allgemeine Gesundheit der Pflanze unerlässlich sind. Sekundärnährstoffe wie Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Schwefel (S) spielen ebenfalls wichtige Rollen. Mikronährstoffe wie Eisen (Fe), Zink (Zn), Mangan (Mn), Bor (B) und Molybdän (Mo) sind in geringeren Mengen erforderlich, aber dennoch essenziell für spezifische biochemische Prozesse.

Wie kann ich Nährstoffmängel bei meinen Cannabispflanzen vorbeugen?2024-06-21T19:34:02+02:00

Vorbeugende Maßnahmen umfassen die Verwendung hochwertiger, ausgewogener Dünger, die regelmäßige Überprüfung des pH-Werts und die Anpassung des pH-Werts nach Bedarf. Es ist auch wichtig, sich ein Bewässerungsschema zu überlegen, das Überwässerung und Austrocknen vermeidet. Eine regelmäßige Inspektion der Pflanzen hilft, frühzeitig Anzeichen von Mängeln zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren. Der Einsatz von organischen Düngern und Bodenverbesserern kann ebenfalls helfen, das Gleichgewicht der Nährstoffe zu erhalten.

Was kann ich tun, wenn meine Pflanzen Anzeichen von Nährstoffmangel zeigen?2024-06-21T19:35:18+02:00

Wenn deine Pflanzen Anzeichen von Nährstoffmangel zeigen, ist der erste Schritt, den genauen Mangel zu identifizieren. Überprüfe den pH-Wert des Bodens oder der Nährlösung und passe ihn gegebenenfalls an. Verwende dann einen entsprechenden Dünger, der den fehlenden Nährstoff am meisten enthält. Zum Beispiel kann ein stickstoffreicher Dünger bei Stickstoffmangel helfen, während bei Magnesiummangel ein magnesiumhaltiger Dünger verwendet werden sollte. Es ist auch wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu überwachen, um sicherzustellen, dass sich der Mangel nicht verschlimmert.

Kann ich Nährstoffüberschüsse beheben, ohne meine Pflanzen zu schädigen?2024-06-21T19:36:22+02:00

Ja, Nährstoffüberschüsse können in der Regel durch eine gründliche Spülung des Substrats mit klarem Wasser behoben werden. Dies hilft, überschüssige Salze und Nährstoffe aus dem Boden zu entfernen. Anschließend sollte ein ausgewogener Dünger in niedriger Dosierung verwendet werden, um die Pflanzen langsam wieder an eine reguläre Nährstoffzufuhr zu gewöhnen. Achte darauf, den pH-Wert zu überprüfen und zu korrigieren, um eine erneute Anhäufung von Nährstoffen zu vermeiden.

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