Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026

Cannabis Düngen: So versorgst du deine Pflanzen richtig

  • Cannabis richtig zu düngen ist einer der wichtigsten Punkte für gesunde Pflanzen, kräftiges Wachstum und eine erfolgreiche Blüte. Gleichzeitig entstehen genau hier viele Probleme: gelbe Blätter, verbrannte Blattspitzen, Nährstoffmängel, Überdüngung oder ein sogenannter Lockout, bei dem vorhandene Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden.
  • Die gute Nachricht: Düngen ist kein Hexenwerk. Wenn du verstehst, was deine Pflanze in welcher Phase braucht, welches Substrat du verwendest und warum pH-Wert, Wasserqualität und Dosierung so wichtig sind, kannst du viele typische Fehler vermeiden.

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Alles, was du über die richtige Düngung von Cannabispflanzen wissen musst

In diesem Guide erklären wir dir die Grundlagen der Cannabis-Düngung, zeigen dir die Unterschiede zwischen Erde, Kokos, Hydro und organischem Anbau und nutzen CANNA als Praxisbeispiel, weil die verschiedenen Produktlinien sehr gut zeigen, wie unterschiedlich Düngung je nach Anbaumethode aufgebaut sein kann.

Kurz gesagt: Wie düngt man Cannabis richtig?

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Cannabis braucht je nach Lebensphase unterschiedliche Nährstoffe. In der Wachstumsphase steht vor allem gesundes Blatt- und Wurzelwachstum im Vordergrund. In der Blütephase verändert sich der Bedarf: Die Pflanze benötigt weniger Stickstoff und mehr Nährstoffe, die Blütenbildung, Stoffwechsel und Stabilität unterstützen.

Als grobe Orientierung gilt:

Phase Düngung
Keimling Meist nicht düngen, da die Pflanze sehr empfindlich ist
Jungpflanze Sehr vorsichtig starten, besonders bei vorgedüngter Erde
Wachstum Wachstumsdünger mit stärkerem Fokus auf Stickstoff
Vorblüte Langsam auf Blütedünger umstellen
Blüte Blütedünger mit passender P/K-Versorgung
Späte Blüte Nicht übertreiben, Pflanze beobachten und Schema anpassen

Wichtig ist: Ein Düngeschema ist immer nur ein Richtwert. Deine Pflanze, dein Substrat, dein Licht, deine Topfgröße, dein Wasser und dein Gießverhalten entscheiden am Ende darüber, wie viel Dünger wirklich sinnvoll ist.

Was bedeutet Düngen bei Cannabis überhaupt?

Beim Düngen versorgst du deine Pflanze mit Nährstoffen, die sie für Wachstum, Photosynthese, Wurzelbildung, Blütenbildung und viele weitere Prozesse braucht.

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In vorgedüngter Erde sind viele dieser Nährstoffe bereits enthalten. In Kokos, Hydro oder sehr leichten Substraten musst du dagegen viel gezielter über die Nährlösung arbeiten. Genau deshalb kann man nicht pauschal sagen: “Gib einfach jede Woche Dünger dazu.” Entscheidend ist immer das gesamte System.

Eine Pflanze kann nur dann gut wachsen, wenn mehrere Dinge zusammenpassen:

  • ausreichend Licht
  • gesunde Wurzeln
  • passende Temperatur und Luftfeuchtigkeit
  • richtiges Gießverhalten
  • passende Nährstoffe
  • geeigneter pH-Wert
  • sinnvolle Dosierung

Viele Düngeprobleme entstehen nicht, weil der Dünger schlecht ist, sondern weil einer dieser Faktoren nicht passt.

Die wichtigsten Nährstoffe für Cannabis

Cannabis braucht Makronährstoffe, Sekundärnährstoffe und Spurenelemente. Besonders wichtig sind:

Stickstoff

Stickstoff ist vor allem in der Wachstumsphase wichtig. Er unterstützt Blattmasse, Triebe und das vegetative Wachstum. Ein Stickstoffmangel zeigt sich häufig zuerst an älteren Blättern, die heller werden und vergilben können.

Zu viel Stickstoff kann aber ebenfalls problematisch sein. Die Pflanzen wirken dann oft sehr dunkelgrün, ledrig und wachsen manchmal zu stark in Richtung Blattmasse, während die Blüte darunter leiden kann.

Phosphor

Phosphor spielt eine wichtige Rolle im Energiehaushalt der Pflanze und wird besonders in der Blütephase wichtiger. Er unterstützt viele Prozesse rund um Wurzelentwicklung, Stoffwechsel und Blütenbildung.

Ein echter Phosphormangel ist nicht immer leicht zu erkennen und wird häufig mit anderen Problemen verwechselt. Deshalb sollte man nicht einfach blind PK-Produkte nachkippen, sondern immer zuerst pH-Wert, EC-Wert, Temperatur und Gießverhalten prüfen.

Kalium

Kalium ist besonders wichtig für Wasserhaushalt, Stabilität, Stoffwechsel und die Blütephase. Gerade in der Blüte steigt der Kaliumbedarf der Pflanzen deutlich an.

Typische Probleme können sich durch braune Blattränder, eine schwache Struktur oder gestörtes Wachstum zeigen. Allerdings können auch pH-Probleme oder Nährstoffblockaden ähnlich aussehen.

Calcium und Magnesium

Calcium und Magnesium werden beim Cannabis-Anbau oft unterschätzt. Besonders bei weichem Wasser, Osmosewasser, LED-Grows oder Kokos kann eine zusätzliche Ca/Mg-Versorgung wichtig werden. Neuere Erkentnisse zeigen zwar, dass die meisten CalMag Probleme durch ein falsches Mikroklima entstehen, was jedoch nicht bedeutet das die Pflanze es nicht braucht und die Probleme nichts mit den Nährstoffen zu tun haben können.

Magnesium ist unter anderem wichtig für die Photosynthese. Calcium unterstützt die Stabilität des Pflanzengewebes und spielt eine wichtige Rolle beim Wachstum neuer Triebe. Ein unausgewogenes Verhältnis kann schnell zu Problemen führen.

Spurenelemente

Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Zink, Bor, Kupfer und Molybdän werden nur in kleinen Mengen benötigt, sind aber trotzdem wichtig. Sie sind an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Ein Mangel kann sich zum Beispiel durch Aufhellungen, verformte neue Triebe oder Wachstumsprobleme zeigen.

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Das Substrat entscheidet: Erde, Kokos, Hydro oder organisch?

Einer der größten Fehler beim Cannabis-Düngen ist, alle Substrate gleich zu behandeln. Erde, Kokos und Hydro funktionieren unterschiedlich. Deshalb brauchst du auch unterschiedliche Düngestrategien.

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Cannabis auf Erde düngen

Erde ist für viele Anfänger am einfachsten, weil sie Nährstoffe speichern und kleinere Fehler besser abfedern kann. Gerade vorgedüngte Erde enthält am Anfang oft genug Nährstoffe für die ersten Wochen.

Das bedeutet: Auf Erde solltest du nicht zu früh und nicht zu stark düngen. Viele Probleme entstehen, weil bereits vorgedüngte Erde zusätzlich mit voller Herstellerdosis gedüngt wird.

Für Erde gibt es zum Beispiel klassische mineralische Systeme wie CANNA TERRA* oder organisch orientierte Systeme wie BIOCANNA*. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie schnell Nährstoffe verfügbar sind und wie stark du direkt über die Nährlösung steuerst.

Cannabis auf Kokos düngen

Kokos ist kein normales Erd-Substrat. Kokos speichert Wasser und Luft sehr gut, enthält aber selbst kaum Nährstoffe. Deshalb musst du bei Kokos viel genauer über die Nährlösung arbeiten.

Bei Kokos sind pH-Wert, EC-Wert und Calcium/Magnesium besonders wichtig. Viele Grower nutzen hier spezielle Kokos-Dünger, weil diese besser auf die Eigenschaften von Kokossubstrat abgestimmt sind.

CANNA COCO* ist ein Beispiel für eine Produktlinie, die speziell für den Anbau auf Kokos gedacht ist. Solche Systeme machen Sinn, weil Kokos anders reagiert als Erde und eine andere Nährstoffführung braucht.

Cannabis in Hydro-Systemen düngen

Bei DWC (Deep Water Culture) oder rezirkulierenden Systemen läuft fast alles über die Nährlösung. Das Substrat selbst speichert kaum Nährstoffe und in der Regel hängt der Großteil des Wurzelwerks im Wasser. Dadurch bekommst du sehr viel Kontrolle, aber auch weniger Fehlertoleranz.

Wenn der pH-Wert oder EC-Wert nicht passt, die Wassertemperatur zu hoch ist oder zu wenig Sauerstoff vorhanden ist, sieht man Probleme deutlich schneller als auf Erde. Hydro eignet sich deshalb eher für Grower, die bereit sind, regelmäßig zu messen und genauer zu arbeiten. Aber wenn das System passt, kann man erstaunliche Ergebnisse erzielen.

CANNA AQUA* ist ein Beispiel für eine Linie, die für DWC oder R-DWC (rezirkulierende Systeme) entwickelt wurde. Für klassische Erde oder Kokos wäre so ein System dagegen nicht die richtige Wahl.

Organischer Anbau

Beim organischen Anbau geht es weniger darum, die Pflanze direkt mit mineralischen Nährsalzen zu versorgen. Stattdessen arbeitet man stärker mit dem Bodenleben, Mikroorganismen und organischen Ausgangsstoffen und versucht einen lebendigen Boden zu erschaffen der für die Pflanze arbeitet.

BIOCANNA* ist ein Beispiel für eine organisch ausgerichtete Produktlinie. Bei organischen Grows ist Geduld wichtig, weil viele Nährstoffe nicht sofort so direkt verfügbar sind wie bei mineralischer Düngung.

Der Vorteil: Ein gut funktionierendes organisches System kann sehr stabil laufen. Der Nachteil: Akute Korrekturen sind oft nicht ganz so direkt möglich wie mit mineralischen Produkten.

Organisch oder mineralisch: Was ist besser?

Die Frage “organisch oder mineralisch?” lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Varianten können sehr gute Ergebnisse liefern.

Organische Düngung

Organische Düngung passt gut zu Growern, die möglichst naturnah arbeiten möchten und nicht ständig pH- und EC-Werte kontrollieren wollen. Sie ist oft etwas fehlertoleranter, wenn das Substrat und das Bodenleben gut funktionieren.

Dafür reagiert organische Düngung langsamer. Wenn ein akuter Mangel entsteht, ist eine schnelle Korrektur schwieriger. Unserer Erfahrung nach ist der organische Anbau auch garnicht unbedingt das Beste für Anfänger, außer eben der Großteil passt, dann läuft organische Düngung hervorragend. Da häufig jedoch gewisse Dinge nicht stimmen und Mängel erst deutlich später sichtbar sind, als das Problem besteht, lässt sich als Anfänger dann auch nur noch schwierig was machen.

Mineralische Düngung

Mineralische Düngung ist direkter steuerbar. Die Nährstoffe liegen in einer Form vor, die von der Pflanze schneller aufgenommen werden kann. Das ist besonders praktisch bei Kokos, Hydro oder wenn du sehr kontrolliert arbeiten möchtest.

Der Nachteil: Fehler bei Dosierung, pH-Wert oder EC-Wert wirken sich schneller aus. Wer mineralisch düngt, sollte deshalb genauer beobachten und in jedem Fall den pH und EC messen. Hier unten findest du ein PH Messgerät was wir empfehlen können, liegt so im preislichen Mittelfeld, aber beim PH Messgerät sollte man nicht unbedingt das günstigste nehmen – das EC Messgerät hingegen kann einfach ein 5€ Gerät sein, die Technik ist deutlich simpler.

Unsere Einschätzung

Für Anfänger auf Erde ist ein einfaches, gut erklärtes System oft am sinnvollsten. Früher hätten wir Einsteigern immer zu organischem Anbau geraten, da wir selbst so gestartet sind und ehrlicherweise einfach falsch über mineralische Dünger gedacht haben. Wir mögen beides und beides hat definitiv seine Vor- und Nachteile, aber mittlerweile würden wir den meisten Einsteigern wohl zum minerlischen Anbau raten. Klar, die Messgeräte sind nochmal nen kleines Investment, aber man lernt die Pflanze deutlich besser kennen und wird schneller selbstbewusst Mängel zu erkennen und darauf zu reagieren, anstatt wild rumzuraten, falsche Maßnahmen zu ergreifen und alles nur schlimmer zu machen (wie es uns häufig organisch ergangen ist). Natürlich gibt es auch noch Living Soil, das ist jedoch ein ganz eigenes Thema, wobei es eben um keine regelmäßige manuelle Düngung geht und wir es deshalb hier nicht thematisieren.

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pH-Wert und EC-Wert: Warum sie beim Düngen so wichtig sind

Der pH-Wert beschreibt, wie sauer oder alkalisch deine Nährlösung ist. Er beeinflusst, wie gut bestimmte Nährstoffe aufgenommen werden können.

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Ist der pH-Wert zu hoch oder zu niedrig, kann deine Pflanze Mangelerscheinungen zeigen, obwohl eigentlich genug Nährstoffe vorhanden sind. Das nennt man häufig Nährstoffblockade oder Lockout.

Der EC-Wert zeigt grob, wie viele gelöste Nährsalze sich in deiner Nährlösung befinden. Ein zu hoher EC-Wert kann die Pflanze stressen oder überdüngen. Ein zu niedriger EC-Wert kann bedeuten, dass die Pflanze nicht ausreichend versorgt wird. Der EC-Wert steigt je nach Wachstumsphase und auch je nach Dünger können die Werte stark schwanken, wobei der Großteil sich wohl so im Bereich 0,8-2,2 bewegt. Angefangen in der Sämlingsphase mit dem niedrigsten Wert, der langsam bis zur Hochblüte bis ans Maximum steigt und ab dort wieder langsam nach unten geht.

Organisch auf Erde musst du den PH Wert in der Regel nicht anpassen, auch wenn wir ihn trotzdem immer gerne messen und auch anpassen, ganz nach dem Motto „Schadet schon nicht direkt von Anfang an den passenden Wert zu geben, sodass die Erde garnicht erst puffern muss“, denn in der Regel puffern die Mikroorganismen etc. in der Erde die Nährlösung auf den passenden pH Wert, was sie jedoch auch nur bis zu einem gewissen Teil machen. Wie oben bereits erwähnt, solltest du bei minerlischer Düngung auf Erde unbedingt den pH Wert messen und anpassen, denn dort wird so gut wie garnichts gepuffert.

pH anpassen mit pH- und pH+

Wenn dein pH-Wert nicht passt, kannst du ihn mit pH-Regulatoren korrigieren.

  • pH- senkt den pH-Wert.
  • pH+ erhöht den pH-Wert.

CANNA bietet dafür zum Beispiel pH-Produkte an, die für die Anpassung der Nährlösung gedacht sind. Wichtig ist dabei: Immer vorsichtig dosieren, gut umrühren und danach erneut messen. In der Regel wird eher ein pH- Produkt benötigt und viele greifen dort zu Produkten auf Basis von Zitronensäure. Wir empfehlen entweder Salpetersäure: pH- Wuchs* oder Phosphorsäure: pH- Blüte*, da diese einfach deutlich stabiler und beständiger sind.

Eine sinnvolle Vorgehensweise:

  1. Wasser in den Behälter geben.
  2. Basisdünger und Zusätze einrühren.
  3. EC-Wert prüfen.
  4. pH-Wert messen.
  5. Bei Bedarf mit pH- oder pH+ langsam korrigieren und am besten 5-15min warten.
  6. Noch einmal messen.
  7. Erst dann gießen.

Gezielt nachsteuern mit Mono-Nährstoffen

Nicht jedes Nährstoffproblem bedeutet, dass du mehr Basisdünger geben solltest. Manchmal fehlt ein bestimmter Nährstoff oder das Verhältnis ist unausgewogen.

Hier können Mono-Nährstoffe sinnvoll sein. CANNA bietet zum Beispiel einzelne Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Magnesium, Calcium, Eisen, Kalium und Trace Mix an. Bei unserem Leitungswasser ist z.B. das Mono Magnesium immer im Einsatz und hilft dabei unseren extrem niedrigen Magnesium Gehalt auszugleichen.

Das kann praktisch sein, wenn du gezielt nachsteuern möchtest:

  • Stickstoff bei echtem Stickstoffmangel
  • Magnesium bei Magnesiummangel
  • Calcium bei Calciumproblemen
  • Eisen bei Problemen mit jungen, hellen Trieben
  • Kalium bei erhöhtem Bedarf in der Blüte
  • Trace Mix bei Spurenelement-Problemen

Wichtig: Mono-Nährstoffe sind kein Ersatz für ein ausgewogenes Düngesystem. Sie sind eher Werkzeuge zur gezielten Korrektur. Wer einfach mehrere Einzelprodukte ohne Plan kombiniert, kann schnell neue Ungleichgewichte verursachen.

Ein Beispiel: Zu viel Calcium kann die Magnesiumaufnahme stören. Zu viel Phosphor kann andere Nährstoffe blockieren. Deshalb solltest du immer erst prüfen, ob wirklich ein Mangel vorliegt oder ob pH-Wert, EC-Wert, Gießverhalten oder Wurzelgesundheit das eigentliche Problem sind.

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Cannabis düngen nach Wachstumsphase

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Keimling

Keimlinge brauchen in der Regel keinen zusätzlichen Dünger. Sie sind sehr empfindlich und kommen am Anfang mit wenig Nährstoffen aus. Zu frühes Düngen kann die jungen Wurzeln stressen.

Wenn du vorgedüngte Erde nutzt, reicht diese in der Regel für die erste Zeit aus. Bei Kokos oder sehr nährstoffarmen Medien sieht das anders aus, hier arbeitet man meist von Anfang an mit einer sehr schwachen Nährlösung.

Jungpflanze

Sobald die Pflanze mehrere Blattpaare gebildet hat und aktiv wächst, kann langsam mit Nährstoffen gestartet werden. Auf Erde solltest du besonders vorsichtig sein, wenn das Substrat bereits vorgedüngt ist.

Starte lieber mit einer reduzierten Dosierung und beobachte die Pflanze. Gesunde neue Triebe, eine schöne Farbe und kräftiges Wachstum sind gute Zeichen.

Wachstumsphase

In der Wachstumsphase braucht Cannabis mehr Stickstoff, da die Pflanze Blätter, Triebe und die gesamte Struktur aufbaut. Hier kommen Wachstumsdünger zum Einsatz, zum Beispiel ein Produkt wie Terra Vega bei einem mineralischen Grow oder Bio Vega bei einem organischen Anbau.

Wichtig ist, die Pflanze nicht zu dunkelgrün und ledrig werden zu lassen. Das kann ein Zeichen für zu viel Stickstoff sein.

Vorblüte und Umstellung

In der Übergangsphase zwischen Wachstum und Blüte verändert sich der Nährstoffbedarf erheblich. Je nach dem ob du eine Automatic oder eine photoperiodische Pflanze anbaust, musst du schauen das du den Moment ungefähr abschätzen kannst in dem sie in die Vorblüte geht oder du hast selbst dafür gesorgt das die Pflanze in die Blüte geht. Viele Grower stellen hier schrittweise vom Wachstumsdünger auf Blütedünger um. Wir selbst versuchen immer den Stretch komplett abzuwarten bis wir auf den Blütedünger umsteigen.

Die Pflanze wächst in den ersten Blütewochen oft noch stark weiter, meistens zwischen 2-4 Wochen. Deshalb sollte Stickstoff nicht abrupt komplett fehlen, aber der Fokus verschiebt sich langsam Richtung Blüteversorgung.

Blütephase

In der Blüte benötigt Cannabis eine andere Nährstoffzusammensetzung. Blütedünger sind darauf ausgelegt, die Pflanze in dieser Phase passend zu versorgen.

Bei CANNA wäre zum Beispiel Terra Flores für mineralische oder Bio Flores für organische Grows ein typischer Blütedünger. Zusätzlich können natürlich auch noch Additive oder ein PK-Boost genutzt werden, um alles aus dem Grow rauszuholen. Diese sollten aber nicht blind eingesetzt werden, sondern passend zur Phase und zum Zustand der Pflanze.

Späte Blüte

In der späten Blüte sollte man besonders genau beobachten. Viele Pflanzen verfärben sich zum Ende hin natürlicherweise etwas. Nicht jedes gelbe Blatt ist automatisch ein Problem.

Wer in dieser Phase zu aggressiv nachdüngt, kann die Pflanze unnötig stressen. Ziel ist nicht, bis zum letzten Tag perfekt dunkelgrüne Blätter zu behalten, sondern die Pflanze kontrolliert und gesund ausreifen zu lassen. Im besten Fall fängst du 2 Wochen vor dem ungefähren Erntezeitpunkt langsam an die Düngung komplett runterzufahren und die Pflanze ausfaden zu lassen.

Wie oft sollte man Cannabis düngen?

Wie oft du düngen solltest, hängt stark vom Substrat ab.

Auf Erde wird häufig nicht bei jedem Gießen gedüngt, besonders wenn die Erde vorgedüngt ist. Viele Grower wechseln zwischen Wasser und Nährlösung oder passen die Düngung je nach Pflanzenzustand an. Wir persönlich düngen jedoch auch auf Erde bei jedem gießen, ganz nach dem Motto: „Wir Menschen essen ja auch täglich“.

Auf Kokos wird dauerhaft mit Nährlösung gegossen, weil Kokos selbst kaum Nährstoffe liefert. Hier sind pH- und EC-Kontrolle deutlich wichtiger.

In Hydro-Systemen läuft die Versorgung dauerhaft über die Nährlösung. Hier müssen Werte regelmäßig kontrolliert und angepasst werden.

Als Anfänger solltest du nicht versuchen, jedes Schema perfekt auszureizen. Starte lieber vorsichtig und steigere nur, wenn die Pflanze wirklich mehr braucht.

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Wie viel Dünger ist richtig?

LoL Naehrstoffbezogene Probleme

Die Herstellerangaben sind ein guter Ausgangspunkt, aber keine Pflicht. Gerade bei starken LEDs, kleinen Pflanzen, vorgedüngter Erde oder empfindlichen Sorten kann die volle Dosierung zu viel sein.

Eine vorsichtige Strategie:

  • bei vorgedüngter Erde später starten
  • am Anfang mit reduzierter Dosierung arbeiten
  • Pflanzenreaktion beobachten
  • bei Problemen erst pH, EC und Gießverhalten prüfen

Viele Anfänger denken bei gelben Blättern sofort an “zu wenig Dünger”. Häufig liegt das Problem aber woanders: zu nass, falscher pH-Wert, schwache Wurzeln, zu viel Dünger oder ein unausgewogenes Verhältnis.

Mangel, Überdüngung oder Lockout?

Wenn deine Pflanze Probleme zeigt, solltest du systematisch vorgehen.

Möglicher Mangel

Ein echter Mangel entsteht, wenn ein Nährstoff wirklich nicht ausreichend vorhanden ist oder nicht aufgenommen werden kann.

Typische Anzeichen können sein:

  • gelbe ältere Blätter
  • helle neue Triebe
  • Flecken auf den Blättern
  • schwaches Wachstum
  • braune Blattränder

Mögliche Überdüngung

Überdüngung zeigt sich häufig durch verbrannte Blattspitzen, sehr dunkle Blätter, gekrümmte Blattspitzen oder gestresstes Wachstum.

Dann solltest du nicht weiter erhöhen, sondern zuerst prüfen, wie stark deine Nährlösung ist und ob sich Salze im Substrat angesammelt haben.

Möglicher Lockout

Ein Lockout bedeutet, dass Nährstoffe zwar vorhanden sind, aber nicht richtig aufgenommen werden. Häufige Ursachen sind falscher pH-Wert, zu hoher EC-Wert, Salzansammlungen, schlechtes Gießverhalten oder Wurzelprobleme.

Bevor du also neue Produkte gibst, prüfe zuerst:

  • Ist das Substrat dauerhaft zu nass?
  • Stimmt der pH-Wert?
  • Ist der EC-Wert zu hoch?
  • Passt dein Dünger zum Substrat?
  • Hast du in letzter Zeit zu viele Zusätze kombiniert?
  • Sind die Wurzeln gesund?
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FAQ – Deine Fragen, unsere Antworten

Warum ist die Düngung von Cannabispflanzen wichtig?2024-06-13T17:01:54+02:00

Die Düngung von Cannabispflanzen ist essenziell, um sicherzustellen, dass sie alle notwendigen Nährstoffe erhalten, die für ein gesundes Wachstum und eine optimale Blütephase erforderlich sind. Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium sind entscheidend für die Entwicklung der Pflanzen und deren Fähigkeit, kräftige Blätter und Blüten zu produzieren. Ohne die richtige Düngung können Pflanzen Mangelerscheinungen entwickeln, die ihr Wachstum und den Ertrag erheblich beeinträchtigen.

Welche Düngemittel sind für Anfänger am besten geeignet?2024-06-13T17:09:19+02:00

Wir selbst sind Fans von Flüssigdüngern, würden diese jedoch eher weniger für den aller ersten Grow empfehlen, außer du hast wirklich bock drauf dich tief in die Materie einzulesen. Für Anfänger empfehlen wir die BioTabs Düngertabletten. Die BioTabs Starterbox* enthält alle notwendigen Komponenten für die Versorgung von 5-10 Pflanzen und bietet eine ausführliche Anleitung zur einfachen Anwendung. Dieses System ist besonders benutzerfreundlich, da die Pflanzen nach der Etablierung in der Regel nur noch mit Leitungswasser gegossen werden müssen.

BioTabs sind besonders für Anfänger geeignet, da sie den pH- und EC-Wert des Gießwassers nicht überwachen müssen. Die Düngertabletten und anderen Komponenten liefern alle notwendigen Mineralstoffe, natürlichen Huminsäuren und nützlichen Mikroorganismen, um ein gesundes Pflanzenwachstum zu gewährleisten.

Welche Nährstoffe benötigen Cannabispflanzen?2024-06-13T17:10:10+02:00

Cannabispflanzen benötigen eine Kombination von Makro- und Mikronährstoffen. Zu den wichtigsten Makronährstoffen gehören:

  • Stickstoff (N): Fördert das Blattwachstum und die Chlorophyllproduktion.
  • Phosphor (P): Unterstützt die Entwicklung von Wurzeln und Blüten.
  • Kalium (K): Verbessert die Wasseraufnahme und die allgemeine Gesundheit der Pflanze.

Zu den Mikronährstoffen zählen unter anderem Kalzium, Magnesium, Schwefel, Eisen, Zink, Mangan und Bor, die alle verschiedene Rollen in den physiologischen Prozessen der Pflanze spielen.

Was ist der Unterschied zwischen organischen und mineralischen Düngern?2024-06-13T17:12:35+02:00

Organische Dünger stammen aus natürlichen Quellen wie Kompost, Tiermist oder Pflanzenresten und setzen Nährstoffe langsam frei, wodurch sie das Bodenleben und die Bodenstruktur verbessern. Mineralische Dünger hingegen sind synthetisch hergestellt und bieten eine sofortige Nährstoffverfügbarkeit, was zu schnellerem Pflanzenwachstum führen kann. Allerdings bergen sie ein höheres Risiko für Überdüngung und können das Bodenleben negativ beeinflussen. Jedem ist selbst überlassen für was er sich entscheiden. Wir denken darüber so, dass wir unser eigenes Gemüse auch lieber Bio anbauen und nicht mit Chemie behandeln wollen, warum sollten wir es im Cannabisanbau also anders machen?

Wann sollte ich mit der Düngung meiner Cannabispflanzen beginnen?2024-06-13T17:14:13+02:00

Mit der Düngung sollte begonnen werden, wenn die Jungpflanzen ihre ersten echten Blätter entwickelt haben. In den ersten Wochen nach der Keimung enthalten die meisten Substrate ausreichend Nährstoffe und benötigen höchtens einen Wurzelstimulant wie den BioBizz Root Juice*. Sobald die Pflanzen jedoch zu wachsen beginnen ist es an der Zeit, mit der Düngung laut Düngeplan zu beginnen.

Wie oft sollte ich meine Cannabispflanzen düngen?2024-06-13T17:15:25+02:00

Die Häufigkeit der Düngung hängt vom Wachstumsstadium der Pflanzen und dem verwendeten Düngemittel ab. In der Wachstumsphase kann es notwendig sein, 1-3x pro Woche zu düngen, während in der Blütephase eine Düngung pro Woche ausreichend sein kann. Es ist wichtig, die Düngemittelanweisungen deines gewählten Düngers zu befolgen und die Pflanzen regelmäßig zu beobachten, um ihre Bedürfnisse zu erkennen.

Wie erkenne ich Nährstoffmängel bei meinen Pflanzen?2024-06-13T17:15:50+02:00

Nährstoffmängel bei Cannabispflanzen äußern sich häufig durch Veränderungen der Blattfarbe und -struktur. Stickstoffmangel zeigt sich durch gelbe Blätter, Phosphormangel durch dunkelgrüne oder purpurne Verfärbungen und Kaliumdefizite durch braune Blattspitzen und Ränder. Mikronährstoffmängel können Flecken, Verformungen oder andere ungewöhnliche Blattmuster verursachen.

Was kann ich tun, wenn ich meine Pflanzen überdüngt habe?2024-06-13T17:16:19+02:00

Bei Überdüngung ist es wichtig, sofort zu handeln, um die Pflanzen zu retten. Spüle das Substrat mit sauberem, pH-angepasstem Wasser, um überschüssige Nährstoffe auszuwaschen. Verwende dabei eine große Menge Wasser, die etwa dem dreifachen Volumen des Pflanzgefäßes entspricht. Danach sollte die Düngung für einige Tage ausgesetzt werden, um den Pflanzen Zeit zur Erholung zu geben.

Wie beeinflusst der pH-Wert die Nährstoffaufnahme meiner Pflanzen?2024-06-13T17:16:56+02:00

Der pH-Wert des Wassers und des Substrats beeinflusst direkt die Nährstoffaufnahme der Cannabispflanzen. Ein optimaler pH-Wert für den Anbau in Erde liegt zwischen 6,0 und 7,0, während für Hydroponik-Systeme ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 ideal ist. Abweichungen vom optimalen pH-Wert können dazu führen, dass bestimmte Nährstoffe nicht mehr verfügbar sind, was Mangelerscheinungen verursacht. Daher ist es wichtig, den pH-Wert regelmäßig zu überprüfen und anzupassen.

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