Zuletzt aktualisiert am 17. September 2024
Cannabis Trainingstechniken – LST, Topping, Entlauben uvm. im Überblick

Alles, was du über die verschiedenen Trainingstechniken im Cannabisanbau wissen musst
In unserem umfassenden Artikel über Cannabis-Trainingstechniken erfährst du, wie du das Wachstum und die Entwicklung deiner Cannabispflanzen optimieren kannst. Von grundlegenden Techniken für Einsteiger bis hin zu fortgeschrittenen Methoden für erfahrene Grower bieten wir detaillierte Anleitungen und Tipps. Jede Methode wird erklärt, wie sie den Ertrag und die Qualität der Ernte beeinflusst, damit du die beste Option für deine individuellen Bedürfnisse auswählen kannst.
Einführung in Trainingstechniken für Cannabispflanzen

Beim Anbau von Cannabispflanzen spielen die angewendeten Trainingsmethoden eine entscheidende Rolle für den Erfolg deines Grows. Hier erfährst du, warum es so wichtig ist, die richtigen Techniken zu wählen, und welche Faktoren du dabei berücksichtigen solltest.
Bedeutung der richtigen Trainingsmethoden
Die Auswahl der geeigneten Anbautechnik beeinflusst nicht nur den Ertrag deiner Pflanzen, sondern auch deren Gesundheit und Qualität. Durch die Anwendung effektiver Techniken kannst du das Wachstum deiner Cannabispflanzen optimieren, ihre Struktur verbessern, deinen zur verfügung stehenden Platz optimal nutzen und letztendlich eine dicke Ernte erzielen.
Es gibt verschiedene Anbaumethoden, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. Daher ist es wichtig, die Methoden zu verstehen und diejenigen auszuwählen, die am besten zu deinen Anforderungen und deinem Anbaustil passen.
Wichtige Faktoren beim Cannabisanbau
Beim Cannabisanbau spielen mehrere Faktoren eine entscheidende Rolle, darunter:
- Genetik der Pflanze: Es ist wichtig die genetischen Eigenschaften deiner Cannabissorten zu kennen, wie sie auf bestimmte Trainingstechniken reagieren und welche Ergebnisse du erwarten kannst.
- Wachstumsmedium: Ob du in Erde*, Kokossubstrat* oder hydroponischen Systemen* anbaust, beeinflusst die Wahl und Umsetzung der Anbaumethoden.
- Anbaubedingungen: Die Umgebungsfaktoren wie Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Trainingsmethoden und bei der Gestaltung eines optimalen Wachstumsumfelds.
- Erfahrung und Vorlieben des Growers: Deine persönlichen Vorlieben, Erfahrungen und Fähigkeiten als Grower spielen ebenfalls eine Rolle bei der Entscheidung für bestimmte Techniken.
Indem du diese Faktoren berücksichtigst und die richtigen Trainingstechniken auswählst, kannst du die Gesundheit und das Wachstum deiner Cannabispflanzen maximieren und gleichzeitig beeindruckende Erträge erzielen. Welche Techniken gibt es jetzt jedoch alles und wie wendet man diese an? Das alles schauen wir uns in den folgenden Kapiteln an.
Low Stress Training (LST)
Low Stress Training (LST) ist eine beliebte Trainingstechnik im Cannabisanbau, die darauf abzielt, das Wachstum der Pflanze zu steuern, ohne sie einem hohen Stress auszusetzen. In diesem Abschnitt werden wir genauer darauf eingehen, was LST ist, welche Vorteile es bietet und wie du es erfolgreich anwendest, sowohl für den Indoor- als auch für den Outdoor-Anbau.
Vorteile vom LST
- Ertragssteigerung: LST ermöglicht eine bessere Lichtdurchdringung und eine gleichmäßige Verteilung auf alle Blütenstände der Pflanze, was zu einer erhöhten Blütendichte und einem höheren Ertrag führt.
- Platzoptimierung: Durch das Training der Pflanze können niedrigere Bereiche des Wuchses effizienter genutzt werden, wodurch der verfügbare Raum besser ausgenutzt wird, insbesondere in begrenzten Anbauumgebungen.
- Verbesserte Belüftung: Durch das gezielte Auseinanderbiegen der einzelnen Stängel bei der LST-Technik wird jeder Trieb breiter aufgeteilt und erhält ausreichend Platz. Dies fördert eine bessere Luftzirkulation um die gesamte Pflanze und hilft dabei, das Risiko von Schimmel und Schädlingsbefall zu reduzieren.
- Stressreduktion: Im Gegensatz zu High Stress Training (HST) Techniken wie Topping oder Fimming, verursacht LST nur eine minimale Belastung für die Pflanze und reduziert das Risiko von Problemen während des Wachstumszyklus.
Anleitung zum Durchführen von LST
- Wachstumsstadium wählen: LST kann während des gesamten Wachstumszyklus der Pflanze durchgeführt werden, ist jedoch besonders effektiv in der vegetativen Phase, wenn die Pflanze noch flexibel ist und schnell auf das Training reagiert. Du solltest mit dem LST beginnen, sobald deine Pflanze 3-6 Internodien (Abstände zwischen den Blättern) gebildet hat. Zu diesem Zeitpunkt ist sie stark genug, um das Training gut zu verkraften. Wenn du zu früh anfängst, kann es länger dauern, bis sie sich erholt und stabil weiterwächst.
- Haupttrieb biegen: Biege den Haupttrieb vorsichtig zur Seite, um das Wachstum flach zu halten. Dabei kannst du LST-Clips* verwenden, die den Trieb sicher fixieren. Wenn Clips nicht zur Hand sind, kannst du auch Pflanzendraht* verwenden. Achte darauf, den Trieb nicht zu stark zu biegen, um Verletzungen zu vermeiden.
- Seitentriebe biegen: Richte die Seitentriebe ebenfalls vorsichtig zur Seite und fixiere sie mit Draht* oder LST-Clips*, um mehr Licht und Luft an die unteren Bereiche der Pflanze zu lassen. Auch hier ist es wichtig, behutsam vorzugehen, um die Pflanze nicht zu stressen.
- Regelmäßiges Training: Überwache das Wachstum der Pflanze regelmäßig und passe die Position der Triebe bei Bedarf an. Das Training kann mehrmals durchgeführt werden, um die Pflanze optimal zu formen und eine flachere, gleichmäßigere Struktur zu erreichen.
- Achtung auf die Gesundheit: Achte darauf, dass die Pflanze nicht übermäßig gestresst wird. Kontrolliere sie regelmäßig auf Anzeichen von Schäden, wie z. B. Risse oder Verfärbungen, und gib ihr bei Bedarf genügend Zeit zur Erholung.
Beste Zeitpunkte für LST
Der beste Zeitpunkt für das Durchführen von LST ist während der vegetativen Phase der Pflanze, wenn sie noch aktiv wächst und flexibel ist. Idealerweise beginnst du etwa zwei Wochen nach dem Auftreten der ersten echten Blätter mit dem Training und führst es regelmäßig während der vegetativen Phase durch. Sobald deine Pflanze in der Blütephase ist, solltest du nur noch kleine Anpassungen vornehmen, da sich die Pflanze jetzt vollständig auf die Blütenbildung konzentrieren sollte.
LST für Indoor- und Outdoor-Anbau
LST kann sowohl im Indoor- als auch im Outdoor-Anbau angewendet werden, wobei jedoch einige spezifische Überlegungen zu beachten sind. Im Indoor-Anbau solltest du darauf achten, dass die Pflanze ausreichend Platz hat, um sich seitlich auszubreiten, während du im Outdoor-Anbau die natürlichen Lichtverhältnisse und Umweltbedingungen berücksichtigen musst.
Durch die Anwendung von LST kannst du das Wachstum und die Leistung deiner Cannabispflanzen optimieren und beeindruckende Erträge erzielen, sowohl im Indoor- als auch im Outdoor-Anbau. Achte darauf, die Technik richtig anzuwenden und die Pflanzen sorgfältig zu überwachen, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
High Stress Training (HST)
High Stress Training (HST) ist eine Gruppe von Techniken im Cannabisanbau, die im Gegensatz zum Low Stress Training (LST) eine stärkere Belastung für deine Pflanze mit sich bringen. In diesem Abschnitt werden wir genauer darauf eingehen, was HST ist, wie es sich von LST unterscheidet, wie es angewendet wird und welche potenziellen Risiken und Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind, sowie Tipps für ein erfolgreiches HST.
Was ist HST und wie unterscheidet es sich von LST?
High Stress Training (HST) bezieht sich auf eine Gruppe von Techniken im Cannabisanbau, die darauf abzielen, das Wachstumsmuster der Pflanzen gezielt zu verändern. Im Gegensatz zum Low Stress Training (LST), das auf sanftes Biegen der Pflanzen setzt, beinhaltet HST das bewusste Schneiden, Biegen oder Quetschen der Stängel, um Stress auf die Pflanze auszuüben. Dies führt dazu, dass die Pflanze ihr Wachstumsverhalten anpasst und eine buschigere Struktur entwickelt.
Anwendung von HST-Methoden
- Topping: Beim Topping wird die Spitze des Haupttriebes entfernt, um das Wachstum zu fördern und eine buschigere Wachstumsstruktur zu erreichen. Dies führt dazu, dass die Pflanze mehr Seitentriebe entwickelt und breiter wächst. Topping im Detail.
- Fimming (FIM): Fimming beinhaltet das Entfernen der oberen Blätter oder Teile der Blüte, um das Wachstum von mehreren Seitentrieben zu fördern. Im Gegensatz zum Topping wird hierbei nicht die gesamte Spitze entfernt, sondern nur ein Teil davon. Fimming im Detail.
- Entlauben/ Ausdünnen: Diese Methode beinhaltet das Entfernen von Blättern oder Seitentrieben, um das Wachstum zu kontrollieren und die Entwicklung größerer Blütenstände zu fördern. Durch das Entfernen von oberen oder nach innen wachsenden Trieben oder Blättern kann das Licht so auch die darunterliegenden Blütenstände erreichen. Entlauben im Detail.
- Super-Cropping: Hierbei werden die Stängel der Pflanze gebogen und gequetscht, um das Wachstum durch den erzeugten Stress zu fördern.
Vorteile von High Stress Training für Cannabispflanzen
High Stress Training bietet zahlreiche Vorteile für den Cannabisanbau. Durch das gezielte Beschneiden oder Biegen der Pflanzen können mehrere Haupttriebe entwickelt werden, was zu einer erhöhten Ernte führt. Außerdem kann HST zu einer Erhöhung des THC-Gehalts in den Blüten führen und die Struktur der Pflanze verbessern. Gut trainierte Pflanzen entwickeln sich zu kompakten, gut verzweigten Strukturen, die eine gleichmäßige Lichtverteilung ermöglichen.
Risiken und Herausforderungen beim HST
Obwohl HST viele Vorteile bietet, birgt es auch Risiken. Zu den Herausforderungen gehören das Risiko von Stress für die Pflanze, das Auftreten einer Zwittrigkeit und die Möglichkeit von Infektionen. Eine zu aggressive Anwendung von HST-Techniken kann zu dauerhaften Schäden führen und die Ernte beeinträchtigen. Es ist wichtig, die Pflanzen sorgfältig zu überwachen und auf Anzeichen von Stress zu achten. Wir würden das HST auch nur an feminisierten oder regulären Pflanzen empfehlen, da Autoflowering-Sorten einen festen Lebenszyklus und daher weniger Zeit zur Erholung von stressigen Techniken wie dem Beschneiden haben. Der Stress kann ihr Wachstum verlangsamen und den Ertrag verringern, da sie schneller in die Blüte übergehen, ohne genügend Zeit für die Regeneration zu haben.
Der richtige Zeitpunkt für HST
HST sollte idealerweise in der vegetativen Phase durchgeführt werden, sobald die Pflanze etwa 3-6 Internodien entwickelt hat. Zu diesem Zeitpunkt sind die Pflanzen stark genug, um den Stress zu verkraften und sich effizient zu erholen. Wir empfehlen, das HST abzuschließen, bevor die Pflanze in die Blütephase übergeht, damit sie ihre gesamte Energie in die Blütenbildung stecken kann.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum High Stress Training von Cannabispflanzen
- Wähle gesunde Pflanzen aus und bereite die notwendigen Werkzeuge wie eine saubere Trimmschere* und Nitrilhandschuhe* vor.
- Wende die gewählte HST-Technik vorsichtig an, um Stress für die Pflanze zu minimieren. Die Durchführung der spezifischen Technik wie das Topping oder Fimming findest du weiter unten.
- Überwache den Fortschritt der Pflanzen über die nächsten Tage und passe das Training bei Bedarf an.
- Sei geduldig und gib den Pflanzen ausreichend Zeit zur Erholung und Anpassung.
Indem du diese Schritte befolgst und die Pflanzen sorgfältig überwachst, kannst du das High Stress Training erfolgreich durchführen und das Wachstum und die Erträge deiner Cannabis-Pflanzen maximieren.
Topping von Cannabispflanzen
Das Topping von Cannabispflanzen ist eine gängige Technik im Anbau, um das Wachstum und die Struktur der Pflanzen zu steuern und gleichzeitig die Anzahl der Blütenstände zu erhöhen. Im Folgenden erfährst du alles über die Grundprinzipien des Toppings, die Vorteile und potenziellen Nachteile, wie man richtig topped, den Zeitpunkt und die Häufigkeit des Toppings sowie Tipps für verschiedene Wachstumsphasen, um maximale Erträge zu erzielen.
Grundprinzipien des Toppings
Beim Topping wird die oberste Wachstumsspitze der Cannabispflanze entfernt, wodurch der Hauptstamm sich in zwei neue Haupttriebe aufteilt, anstatt dass nur ein einzelner Trieb weiterwächst. Das fördert das seitliche Wachstum und sorgt für eine dichtere, buschigere Struktur der Pflanze. Dadurch wird das natürliche Wachstum der Pflanze gezielt verändert und die Pflanze bleibt kompakter.
Vorteile und potenzielle Nachteile
Die Vorteile des Toppings liegen darin, dass mehrere Haupttriebe entstehen, was zu einer größeren Anzahl von Blüten führen kann. Durch die gleichmäßigere Verteilung des Wachstums kann die Pflanze das Licht effizienter nutzen, was besonders beim Indoor-Anbau von Vorteil ist. Ein möglicher Nachteil ist der Stress, den die Pflanze durch das Entfernen der Wachstumsspitze erfährt, was zu einer Erholungsphase und einem leichten Wachstumsstopp führen kann. Wird das Topping unsachgemäß durchgeführt, kann es außerdem zu Verzögerungen im Wachstum oder einer ungleichmäßigen Pflanzstruktur kommen.
Anleitung fürs Topping: Schritt-für-Schritt
- Den richtigen Zeitpunkt wählen: Das Topping sollte durchgeführt werden, wenn deine Pflanze etwa 3-6 Internodien entwickelt hat. Zu diesem Zeitpunkt ist die Pflanze stark genug, um den Stress zu verkraften und sich schnell zu erholen. Eine zu frühe Durchführung kann das Wachstum verlangsamen.
- Vorbereitung der Werkzeuge: Verwende immer eine saubere und scharfe Schere* oder ein Messer, um die Pflanze nicht zu verletzen oder Infektionen zu riskieren. Desinfiziere die Werkzeuge vor dem Schnitt mit Alkohol*, um die Pflanze vor Keimen und Krankheiten zu schützen.
- Die richtige Stelle für den Schnitt finden: Suche die oberste Wachstumsspitze der Pflanze. Schneide etwa 1 cm über dem letzten vollständigen Blattpaar ab. Dies ist der Punkt, an dem die Pflanze beginnen wird, zwei neue Haupttriebe zu entwickeln. Man kann sagen, je kleiner die Spitze über dem Schnitt ist, umso weniger Stress muss die Pflanze durchmachen.
- Schnitttechnik: Führe den Schnitt in einem 45-Grad-Winkel aus. Ein schräger Schnitt fördert eine schnellere Heilung und verhindert, dass Wasser auf der Schnittfläche stehen bleibt, was Fäulnis verursachen könnte.
- Beobachtung nach dem Schnitt: Nach dem Topping solltest du die Pflanze regelmäßig auf Anzeichen von Stress oder Schäden überwachen. Sie braucht ein paar Tage, um sich zu erholen, bevor sie weiter wächst. Wenn die Pflanze gesund aussieht, kannst du in der Zukunft bei Bedarf erneut toppen, um noch mehr Haupttriebe zu fördern. Bei Autoflowering-Sorten empfehlen wir maximal 1-2x zu toppen.
- Pflege nach dem Topping: Gib der Pflanze nach dem Topping etwas zusätzliche Aufmerksamkeit, indem du für optimale Bedingungen sorgst: ausreichend Licht, Wasser und Nährstoffe. Dies hilft ihr, sich schneller zu erholen und weiter stark zu wachsen. Nach dem erfolgreichen Toppen sollten sich wie im unteren Bild zwei neue Blütenstände entwickeln.
Zeitpunkt und Häufigkeit des Toppings
Das Topping wird idealerweise während der vegetativen Wachstumsphase durchgeführt, wenn die Pflanzen noch jung und flexibel sind. Zu frühes Topping kann problematisch sein, da die Pflanze noch nicht ausreichend stark ist. Es ist möglich, das Topping mehrmals durchzuführen, jedoch sollte bedacht werden, dass jedes Topping Stress für die Pflanze bedeutet. Bei Autoflowering-Sorten empfehlen wir, das Topping nur 1 bis maximal 2 Mal anzuwenden, da sie weniger Zeit haben, um sich vom Stress zu erholen. Bei photoperiodischen Pflanzen kann die Häufigkeit des Toppings variieren, abhängig davon, wie gut die Pflanze auf den Stress reagiert. Beobachte die Pflanze genau und führe das Topping nur dann erneut durch, wenn sie sich gut erholt hat und weiterhin kräftig wächst.
Topping für verschiedene Wachstumsphasen
Das Topping kann für verschiedene Wachstumsphasen angewendet werden, um unterschiedliche Ziele zu erreichen. Während der frühen Vegetationsphase kann das Topping dazu beitragen, die Struktur der Pflanzen zu kontrollieren und das seitliche Wachstum zu fördern. In späteren Wachstumsphasen kann das Topping verwendet werden, um das Wachstum der Pflanzen zu verlangsamen und eine gleichmäßigere Entwicklung der Blütenstände zu fördern.
Erfolgreiches Topping für maximale Erträge
Um maximale Erträge durch das Topping zu erzielen, ist es wichtig, die Pflanzen sorgfältig zu überwachen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Dies umfasst die Auswahl gesunder und robuster Pflanzen, die richtige Durchführung des Toppings und eine angemessene Pflege während der Erholungsphase. Indem du diese Schritte befolgst und das Topping entsprechend den individuellen Bedürfnissen deiner Pflanzen anpasst, kannst du das Beste aus deiner Ernte herausholen.
Fimming (FIM)
Fimming (FIM), eine Abkürzung für „Fuck, I Missed!“, ist eine alternative Methode zum Topping von Cannabispflanzen, die darauf abzielt, das Wachstum zu fördern und die Anzahl der Haupttriebe zu erhöhen. Im Folgenden erfährst du alles Wissenswerte über Fimming, von seiner Definition bis zu den erwarteten Ergebnissen und potenziellen Risiken.
Was ist Fimming und wie funktioniert es?
Fimming beinhaltet das Entfernen eines Teils der Hauptwachstumsspitze der Cannabispflanze, wodurch nicht wie beim Topping die gesamte Spitze entfernt wird, sondern nur ein Teil davon. Durch diesen Schnitt wird das Bildungsgewebe, das für das vertikale Wachstum der Pflanze verantwortlich ist, beeinflusst und stimuliert das seitliche Wachstum der Pflanze. Im Gegensatz zum Topping führt Fimming zu einer stärkeren Verzweigung der Pflanze und fördert das Wachstum mehrerer Haupttriebe.
Vergleich von Fimming mit Topping

Im Vergleich zum Topping ist Fimming eine weniger invasive Methode, da nur ein Teil der Wachstumsspitze entfernt wird. Dadurch ist die Erholungszeit der Pflanze in der Regel kürzer, und sie kann schneller wieder wachsen. Fimming führt auch zu einer stärkeren Verzweigung der Pflanze im Vergleich zum Topping, was zu einer buschigeren Struktur führt und eine gleichmäßigere Verteilung des Lichts ermöglicht.
Anleitung zum Fimmen
- Den richtigen Zeitpunkt wählen: Fimming sollte während der vegetativen Phase der Pflanze durchgeführt werden, idealerweise wenn sie etwa 3-6 Internodien entwickelt hat. In dieser Phase ist die Pflanze noch flexibel genug, um den Eingriff zu verkraften und darauf zu reagieren.
- Vorbereitung der Werkzeuge: Du kannst das Fimming entweder mit den Fingern (natürlich desinfiziert) durch sanftes Abkneifen der Triebspitze oder mit einer sauberen, scharfen Schere* durchführen. Achte darauf, dass die Schere desinfiziert ist, um Infektionen zu vermeiden.
- Der Schnitt: Beim Fimmen wird nicht die gesamte Spitze des Haupttriebs entfernt, sondern etwa 70-80% der Triebspitze. Schneide oder kneife die Spitze ab, ohne den gesamten Trieb zu kappen. Dies führt dazu, dass die Pflanze mehrere neue Triebe ausbildet, was das Wachstum von 4 oder mehr neuen Haupttrieben anregt.
- Richtiger Schnittpunkt: Achte darauf, dass du den oberen Teil der neuen Blätter und Triebe entfernst, ohne den Knoten oder die Achsel, aus der die neuen Triebe entstehen, vollständig zu beschädigen. Dies ist der Schlüssel für den Erfolg des Fimmings und unterscheidet es vom Topping. Das Ganze sieht für einen Anfänger vielleicht falsch aus, ist aber richtig so.
- Beobachtung nach dem Fimmen: Die Pflanze benötigt etwa eine Woche, um sich vom Fimming zu erholen und neue Triebe zu entwickeln. Überwache die Pflanze auf Anzeichen von Stress und sorge für optimale Bedingungen, damit sie sich schneller erholen kann.
- Regelmäßige Kontrolle: Kontrolliere regelmäßig das Wachstum der neuen Triebe und sorge für ausreichend Licht und Nährstoffe, damit die Pflanze kräftig weiterwächst. Fimming kann bei Bedarf mehrmals während der vegetativen Phase wiederholt werden, allerdings sollte die Pflanze zwischendurch ausreichend Zeit zur Regeneration haben.
Optimaler Zeitpunkt und Häufigkeit
Der optimale Zeitpunkt für das Fimmen ist ähnlich wie beim Topping während der vegetativen Wachstumsphase, wenn die Pflanzen jung und flexibel sind. Die Häufigkeit des Fimmens hängt von den individuellen Bedürfnissen der Pflanzen und den gewünschten Ergebnissen ab. In der Regel wird Fimming einmal pro Wachstumszyklus durchgeführt, aber bei Bedarf kann es auch mehrmals angewendet werden.
Vorteile von Fimming
Fimming kann deutlich effektiver als Topping sein, da es zu einer stärkeren Verzweigung der Pflanze führt. Durch die Anwendung von Fimming können mehr Hauptcolas erzeugt werden, was zu einer höheren Ernte führen kann. Diese Methode ist flexibel und kann mit anderen Trainings- oder Stutzmethoden kombiniert werden.
Nachteile von Fimming
Trotz der Vorteile, die Fimming bietet, gibt es auch einige potenzielle Nachteile und Risiken:
- Ungenauigkeit: Da Fimming weniger präzise ist als Topping, besteht die Gefahr, dass der Schnitt nicht richtig gesetzt wird. Ein unsauberer Schnitt kann zu ungleichmäßigem Wachstum führen oder die Pflanze kann weniger neue Triebe entwickeln als erwartet.
- Stress für die Pflanze: Wie bei jeder Trainingstechnik bedeutet auch Fimming Stress für die Pflanze. Obwohl die meisten photoperiodischen Pflanzen diesen Stress gut verkraften, kann es zu einer Verzögerung im Wachstum kommen, besonders wenn das Fimming mehrmals durchgeführt wird.
- Platzbedarf und Dichte: Das Fimmen führt oft dazu, dass die Pflanze buschiger wird, was in engen Zuchträumen problematisch sein kann. Durch die zusätzliche Verzweigung benötigen die Pflanzen mehr Platz und können dichter wachsen, was das Risiko von Schimmel und schlechter Luftzirkulation erhöht.
- Erhöhte Pflege: Aufgrund der buschigeren Struktur erfordern gefimmte Pflanzen oft mehr Pflege und Kontrolle, insbesondere was die Lichtverteilung und Luftzirkulation betrifft, um Schimmelbildung und Überwucherung zu verhindern.
Entlauben/ Ausdünnen von Cannabispflanzen
Ausdünnen ist eine Trainingsmethode, die darauf abzielt, das Wachstum und die Entwicklung von Cannabispflanzen zu kontrollieren, indem bestimmte Teile der Pflanze entfernt werden. Im Gegensatz zu anderen Methoden wie Topping oder Fimming, bei denen die oberen Teile der Pflanze beschnitten werden, konzentriert sich die Entlaubung auf das Entfernen von Seitentrieben oder Blättern, welche darunterliegende Blütenstände verdecken.
Unterschiede zu anderen Trainingstechniken
Während beim Topping und Fimming die Haupttriebe gekappt werden, zielt das Ausdünnen darauf ab, überschüssige Blätter oder Triebe zu entfernen, um die Luftzirkulation zu verbessern und das Licht besser zu verteilen.
- Bessere Lichtdurchdringung: Durch das Entfernen von Blättern wird sichergestellt, dass auch die unteren Blütenstände mehr Licht abbekommen, was das Wachstum der gesamten Pflanze unterstützt.
- Optimierte Luftzirkulation: Das Entlauben fördert die Luftzirkulation, was das Risiko von Schimmel und Krankheiten reduziert.
- Steigerung der Effizienz: Anstatt die Form der Pflanze zu beeinflussen, geht es beim Entlauben darum, die Energieeffizienz zu maximieren und die Pflanze insgesamt gesünder und produktiver zu machen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Entlauben
- Werkzeuge vorbereiten: Verwende eine saubere und scharfe Schere, um Blätter präzise zu entfernen.
- Lichtblocker entfernen: Entferne Blätter aus dem oberen und mittleren Bereich der Pflanze, damit das Licht die unteren Blütenstände besser erreicht.
- Luftzirkulation verbessern: Achte darauf, Blätter zu entfernen, die eine gute Luftzirkulation behindern, um das Risiko von Schimmel zu verringern.
- Schrittweises Vorgehen: Entferne nicht zu viele Blätter auf einmal. Beginne mit wenigen und beobachte die Reaktion der Pflanze über 1-2 Tage.
- Erholungszeit beachten: Gib deinen Pflanzen ausreichend Zeit, sich vom Schnitt zu erholen, bevor du den Prozess wiederholst.
Optimale Bedingungen zum Entlauben
Der richtige Zeitpunkt für das Entlauben liegt idealerweise während der vegetativen Phase, wenn die Pflanzen noch flexibel genug sind, um sich schnell zu erholen. Die Häufigkeit des Ausdünnens hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Zielen, sowie dem Wuchs und der Gesundheit deiner Pflanze ab.
- Zeitpunkt und Häufigkeit: Ausdünnen sollte idealerweise während der vegetativen Phase durchgeführt werden, kann aber auch problemlos noch während der Blüte angewendet werdden.
- Individuelle Anpassung: Der genaue Zeitpunkt und die Häufigkeit des Entlaubens können je nach den Bedürfnissen und Zielen des Growers variieren.
Vor- und Nachteile vom Entlauben
Zu den Vorteilen vom Entlauben gehören eine verbesserte Luftzirkulation und Lichtdurchlässigkeit, eine bessere Nährstoffverteilung und eine erhöhte Blütenproduktion. Durch das Entfernen von unnötigen Seitentrieben oder Blättern kann die Pflanze ihre Energie effizienter nutzen und gesündere Blüten produzieren.
Allerdings birgt das Ausdünnen auch einige potenzielle Nachteile. Zu häufiges oder unsachgemäßes Ausdünnen kann zu Stress für die Pflanze führen und ihre Gesundheit beeinträchtigen. Darüber hinaus erfordert das Entlauben eine gewisse Erfahrung und Geschicklichkeit, um sicherzustellen, dass die richtigen Teile der Pflanze entfernt werden, ohne sie zu beschädigen. Es ist wichtig, die individuellen Bedürfnisse jeder Pflanze zu berücksichtigen und das Entlauben mit anderen Trainingsmethoden zu kombinieren, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Sea-of-Green Methode (SOG)
Die Sea-of-Green Methode, kurz SOG, ist weniger eine Trainingstechnik, sondern eine innovative Anbaumethode, die darauf abzielt eine maximale Ausbeute in kürzester Zeit zu erzielen. Im Gegensatz zu traditionellen Anbaumethoden konzentriert sich SOG darauf, eine große Anzahl von kleinen Pflanzen in einem begrenzten Raum zu kultivieren. Durch das Reduzieren der Vegetationsperiode und das frühe Einleiten der Blütephase können Züchter schnellere Ernten und eine effiziente Nutzung des Anbauraums erreichen. Dieses Verfahren erzeugt einen regelrechten „Ozean aus Grün“, der nicht nur visuell beeindruckend ist, sondern auch hohe Erträge verspricht.
Anleitung zum Einrichten eines SOG-Grows
Die Einrichtung eines SOG-Grows erfordert sorgfältige Planung und Vorbereitung. Beginne damit, eine geeignete Sorte auszuwählen, die sich für die SOG-Methode eignet, wie zum Beispiel Indica-dominante Sorten wie Northern Lights oder Super Skunk. Stelle sicher, dass du genügend Platz für die gewünschte Anzahl von Pflanzen pro Quadratmeter hast und wähle kleine Töpfe*, um das Wachstum zu kontrollieren. Lasse die Pflanzen in der vegetativen Phase nur kurz wachsen, bevor du sie in die Blüte schickst, um eine kompakte Wuchshöhe zu erreichen.
Auswahl der geeigneten Sorten für SOG
Für die SOG-Methode eignen sich insbesondere Indica-dominante Cannabissorten, die kompakt bleiben und schnell in die Blütephase eintreten. Sorten wie Auto Night Queen, Super Skunk oder Auto Blackberry Kush sind ideale Kandidaten für einen erfolgreichen SOG-Grow. Bei unserem Partner Dutch Passion findest du eine Auswahl an perfekten Samen* für den Anbau im Sea of Green.
Pflege und Ernte im SOG-System
Die Pflege von Pflanzen im SOG-System erfordert eine sorgfältige Überwachung und Anpassung an die Bedürfnisse der Pflanzen. Achte darauf, dass alle Pflanzen ausreichend Licht erhalten, indem du eine effiziente Beleuchtung verwendest, und halte die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im optimalen Bereich. Minimiere das Beschneiden und Trainieren der Pflanzen, da sie wenig Zeit zum Verzweigen haben. Die Ernte im SOG-System kann je nach Sorte und Wachstumsbedingungen variieren, bietet jedoch die Möglichkeit, regelmäßige Ernten mit hohen Erträgen zu erzielen.
Vergleich von SOG mit anderen Anbaumethoden
Im Vergleich zu anderen Anbaumethoden zeichnet sich SOG durch seine Effizienz und Produktivität aus. Durch die enge Anordnung der Pflanzen und die frühzeitige Einleitung der Blütephase ermöglicht SOG eine maximale Ausbeute in minimaler Zeit. Im Gegensatz dazu konzentrieren sich andere Anbaumethoden möglicherweise mehr auf das Wachstum großer Pflanzen oder das Training einzelner Triebe. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile verschiedener Anbaumethoden abzuwägen und diejenige auszuwählen, die am besten zu den individuellen Bedürfnissen und Zielen des Anbaus passt.
Screen-of-Green Methode (ScrOG)
Die Screen-of-Green-Methode (ScrOG) ist wie das SOG weniger eine Trainingstechnik, sondern eher eine Anbaumethode, die es ermöglicht, den Anbau von Cannabis effizient zu optimieren. Der Name leitet sich von dem Einsatz eines Gitters oder Netzes ab, das als Stütze und Führung für das Wachstum der Pflanzen dient. SCROG ermöglicht es, mit einer geringen Anzahl von Pflanzen eine gleichmäßige, üppige Blätterdecke zu schaffen, was den Ertrag maximiert und die Lichtnutzung verbessert.
Einrichten eines SCROG-Systems
- Höhe des Netzes festlegen: Bringe das Netz* etwa 30-50 cm über den Töpfen an, abhängig von der Pflanzengröße. Dies bietet genug Raum für die Pflanze, um in die Breite zu wachsen und das Netz später effektiv zu nutzen.
- Netz sicher befestigen: Das Netz sollte fest und stabil installiert werden, um das Gewicht der Pflanze zu tragen, wenn die Triebe durch das Netz wachsen. Wenn du ein Growzelt nutzt, kannst du die Haken des Netzes ganz einfach hinter die Stangen deines Zeltes klemmen.
- Pflanzen gleichmäßig unter dem Netz positionieren: Stelle sicher, dass jede Pflanze gleichmäßig unter dem Netz platziert ist, sodass alle Triebe ausreichend Platz haben, um sich horizontal auszubreiten. Solltest du nur eine Pflanze nutzen, platziere diese mittig im Zelt.
- Platz für Belüftung lassen: Achte darauf, dass das Netz die Luftzirkulation im unteren Bereich der Pflanzen nicht behindert. Die Belüftung ist entscheidend, um Schimmelbildung und Feuchtigkeit zu vermeiden.
Training und Pflege von Pflanzen im SCROG
- Äste unter das Netz biegen: Sobald die Haupttriebe das Netz erreichen, biege sie vorsichtig unter das Netz, um das seitliche Wachstum zu fördern. Dies hilft, das Licht gleichmäßiger auf alle Triebe zu verteilen und mehr Blütenstandflächen zu schaffen.
- Seitentriebe fördern: Durch das Biegen der Hauptstämme konzentriert sich das Wachstum stärker auf die Seitentriebe, die durch das Netz hindurchwachsen. Verteile diese gleichmäßig über die Netzstruktur.
- Regelmäßiges Entfernen von unteren Zweigen: Schneide regelmäßig die unteren Zweige und Blätter ab, um die Luftzirkulation zu verbessern und das Risiko von Schimmel zu minimieren. Dies sorgt auch dafür, dass die Pflanze ihre Energie auf die Blüten im oberen Bereich fokussiert.
- Nährstoffversorgung anpassen: Da die Pflanzen im SCROG-System stark verzweigen, ist es wichtig, die Nährstoffzufuhr entsprechend anzupassen. Achte auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung, um das Wachstum und die Blütenentwicklung zu unterstützen.
- Zweites Netz bei Bedarf anbringen: Falls deine Pflanzen sehr groß werden, kannst du ein zweites Netz etwa 30-50 cm über dem ersten anbringen, wenn dein Grow-Zelt das von der Höhe her zulässt. Dies hilft, die Pflanzen weiter zu stabilisieren.
Herausforderungen und Tipps für SCROG-Grows
Obwohl SCROG viele Vorteile bietet, gibt es auch einige Herausforderungen, die bei der Anwendung dieser Methode berücksichtigt werden sollten. Zu den häufigsten Herausforderungen gehören die Kontrolle des Wachstums der Pflanzen unter dem Netz, die Anpassung der Nährstoffversorgung und Bewässerung sowie die Vermeidung von Schimmelbildung und anderen Krankheiten. Um diese Herausforderungen zu meistern, ist es wichtig, regelmäßig zu überwachen und bei Bedarf anzupassen. Achte darauf, die Pflanzen regelmäßig zu inspizieren und auf Anzeichen von Stress oder Krankheit zu achten, um rechtzeitig eingreifen zu können.
Abschließende Tipps
- Verwende ein Bewässerungssystem*, um die Bewässerung zu erleichtern, insbesondere wenn die gesamte Blätterdecke aufgebaut ist.
- Berücksichtige die Veränderung der Photoperiode und passe die Wachstumsbedingungen entsprechend an, um eine optimale Entwicklung der Pflanzen zu gewährleisten.
- Erwäge den Anbau mit Stecklingen, um eine gleichmäßige Wachstumsentwicklung zu gewährleisten und die Erntezeit zu optimieren.
Mit diesen Tipps und Techniken kannst du erfolgreich Cannabis mit der Screen-of-Green-Methode anbauen und hochwertige Ernten erzielen.
Vergleich und Auswahl der besten Techniken und Anbaumethoden
Bei der Auswahl der besten Trainingstechniken und Anbaumethoden für den Cannabisanbau müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, darunter deine persönlichen Vorlieben, die verfügbare Anbaufläche, die genetische Zusammensetzung der Pflanzen und die gewünschten Ertragsergebnisse. Im Folgenden vergleichen wir die verschiedenen Trainingstechniken und Anbaumethoden und schauen uns ihre Vor- und Nachteile sowie ihre Eignung für verschiedene Züchter und Anbausituationen an.
Trainingstechniken
- LST (Low Stress Training): Durch das Biegen und Binden der Pflanzen werden sie dazu gebracht, horizontal zu wachsen, was zu einer gleichmäßigen Lichtverteilung und einer erhöhten Blütenproduktion führt. Ideal für Grower, die eine einfache Methode zur Verbesserung des Ertrags suchen, ohne die Pflanzen zu beschädigen oder für Anfänger, die sich langsam an Trainingstechniken herantasten möchten.
- HST (High Stress Training): Diese Technik beinhaltet das Beschneiden und Biegen der Pflanzen, um ihr Wachstum zu kontrollieren und die Blüten-Entwicklung zu fördern. Erfahrene Grower können diese Methode verwenden, um die Form und Struktur ihrer Pflanzen gezielt zu beeinflussen.
- Topping: Durch das Entfernen der oberen Wachstumsspitze wird das Wachstum der Pflanze verlangsamt und die Seitentriebe werden stimuliert, was zu einer buschigeren Pflanze mit mehr Colas führt. Gut geeignet für Grower, die eine einfache Methode zur Steigerung des Ertrags wünschen.
- Fimming (Fuck, I Missed): Ähnlich wie das Topping, aber weniger präzise. Beim Fimming werden etwa 80% der Wachstumsspitze entfernt, was zu einer verzweigten Pflanze mit mehr Colas führt. Geeignet für Grower, die eine alternative Methode zur Steigerung des Ertrags suchen.
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Entlauben/ Ausdünnen: Entlauben bedeutet, gezielt überschüssige Blätter und kleine Triebe zu entfernen, um die Luftzirkulation zu verbessern und das Licht besser zu verteilen. Dies hilft vor allem, dass auch die unteren Blütenstände mehr Licht erhalten und so gesünder und ertragreicher wachsen. Der Fokus liegt nicht nur auf den oberen Colas, sondern darauf, dass die gesamte Pflanze effizienter wächst. Diese Technik kann helfen, den Ertrag zu maximieren und die allgemeine Gesundheit der Pflanze zu verbessern, indem weniger Energie in unwichtige Bereiche fließt.
Anbaumethoden
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SOG (Sea of Green): Diese Methode beinhaltet den Anbau vieler kleiner Pflanzen auf engem Raum, um die Lichtnutzung zu maximieren und den Ertrag zu steigern. Ideal für Grower, die eine effiziente Methode zur Maximierung des Ertrags auf begrenztem Raum suchen.
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SCROG (Screen of Green): Durch das Anbringen eines Netzes über den Pflanzen werden sie dazu gezwungen, durch die Maschen zu wachsen, was zu einer gleichmäßigen Blätterverteilung und einer erhöhten Lichtdurchdringung führt. Gut geeignet für Grower, die eine Methode zur Maximierung des Ertrags und der Qualität der Colas suchen.
Tipps zur Kombination von Techniken für maximale Ergebnisse
Für maximale Ergebnisse kann es auch sinnvoll sein, verschiedene Anbaumethoden und Trainingstechniken zu kombinieren. Zum Beispiel kann das Topping mit dem LST kombiniert werden, um eine gleichmäßige Blätterverteilung und eine maximale Lichtnutzung zu erreichen. Das ScrOG kann mit dem Fimming kombiniert werden, um eine dichte Blätterdecke und eine erhöhte Cola-Produktion zu fördern. Durch die geschickte Kombination verschiedener Techniken können Grower das volle Potenzial ihrer Pflanzen ausschöpfen und hochwertige Ernten erzielen.
Letztendlich kommt es bei der Auswahl der besten Anbaumethoden darauf an, deine individuellen Bedürfnisse und Vorlieben sowie die spezifischen Anforderungen der Anbausituation zu berücksichtigen. Mit der richtigen Planung und Durchführung dieser Trainingstechniken, kann du das Maximum aus deinen Pflanzen holen und qualitativ hochwertige Ernten einfahren.
FAQ – Deine Fragen, unsere Antworten
Für Anfänger im Cannabisanbau empfehlen sich Trainingstechniken, die einfach durchzuführen sind und wenig Risiko bergen. Zu den besten Trainingstechniken für Anfänger gehören Low Stress Training (LST) und Topping. Beim LST werden die Seitentriebe vorsichtig nach außen gebogen, um eine gleichmäßige Lichtverteilung zu fördern und das Wachstum zu steuern. Beim Topping wird die Spitze des Haupttriebs abgeschnitten, um das Wachstum zu verzweigen und eine breitere Pflanze zu erzeugen.
Trainingsmethoden können den Ertrag und die Qualität der Ernte auf verschiedene Weise beeinflussen. Durch das gezielte Lenken des Wachstums können Trainingstechniken dazu beitragen, dass mehr Blütenstände gleichmäßig vom Licht erreicht werden, was zu größeren Erträgen führen kann. Außerdem kannst du das Wachstum der Pflanzen steuern, um eine gleichmäßige Entwicklung zu fördern und die Bildung von dichten, harzigen Knospen zu unterstützen, was die Qualität der Ernte verbessert.
Für den Indoor-Anbau sind Trainingstechniken wie LST, Topping und Entlauben besonders gut geeignet. Diese Techniken ermöglichen es, das Wachstum der Pflanzen unter kontrollierten Bedingungen zu lenken und den begrenzten Raum optimal zu nutzen. Als Anbaumethode ist das Screen of Green (Scrog) besonders beliebt, da es eine gleichmäßige Lichtverteilung fördert und die Höhe der Pflanzen kontrolliert.
Ja, einige Trainingsmethoden bergen Risiken, insbesondere wenn sie nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden. Zum Beispiel kann das Topping zu Stress und Verlangsamung des Wachstums führen, wenn es nicht richtig gemacht wird. Auch das zu aggressive Durchführen von Trainingstechniken wie HST (High Stress Training) kann zu Schäden an den Pflanzen führen. Es ist wichtig, die Anbaumethoden sorgfältig zu wählen und sicherzustellen, dass man die richtigen Techniken für die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten auswählt.
Diese Trainingstechniken unterscheiden sich in ihren Methoden und Zielen. LST (Low Stress Training) beinhaltet das Biegen und Binden der Pflanzen, um das Wachstum zu steuern und eine gleichmäßige Lichtverteilung zu fördern. HST (High Stress Training) beinhaltet aggressivere Techniken wie das Beschneiden und Biegen der Pflanzen, um das Wachstum zu kontrollieren und die Erträge zu maximieren. Topping beinhaltet das Abschneiden der Spitze des Haupttriebs, um das Wachstum zu verzweigen und eine breitere Pflanze zu erzeugen, während Fimming eine weniger aggressive Form des Toppings ist, bei der die Spitze des Haupttriebs abgekniffen wird, um das Wachstum zu fördern.
Ja, viele Grower kombinieren verschiedene Trainingstechniken, um die Erträge zu maximieren und das Wachstum ihrer Pflanzen zu steuern. Zum Beispiel kann man LST verwenden, um das Wachstum zu steuern und eine gleichmäßige Lichtverteilung zu fördern, und gleichzeitig Topping verwenden, um das Wachstum zu verzweigen und die Bildung von dichten Knospen zu unterstützen. Durch die Kombination verschiedener Techniken kann man die Vorteile jeder einzelnen nutzen und ein optimales Wachstumsergebnis erzielen.
Ja, einige Cannabis-Sorten reagieren besser auf bestimmte Trainingstechniken als andere, abhängig von ihren genetischen Eigenschaften und Wachstumsmerkmalen. Zum Beispiel können sativa-dominante Sorten dazu neigen, sich stark zu strecken und sind daher gut für Techniken wie LST und Scrog geeignet, um das Wachstum zu kontrollieren und eine gleichmäßige Lichtverteilung zu fördern. Indica-dominante Sorten dagegen sind oft kompakter und reagieren gut auf Techniken wie Topping und Fimming, um das Wachstum zu verzweigen und eine breitere Pflanze zu erzeugen.
Um sicherzustellen, dass man seine Pflanzen nicht übertrainiert oder beschädigt, ist es wichtig, die Trainingstechniken behutsam und mit Bedacht anzuwenden. Man sollte darauf achten, die Pflanzen nicht zu stark zu belasten oder zu beschneiden, da dies zu Stress und Wachstumsverzögerungen führen kann. Es ist auch wichtig, die Pflanzen sorgfältig zu beobachten und auf Anzeichen von Stress oder Schäden zu achten, um rechtzeitig eingreifen zu können.